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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan

Baar, Eschach und Südostschwarzwald

​Das FFH-Gebiet 7916-311 „Baar, Eschach und Südostschwarzwald“ liegt größtenteils im Naturraum „Baar“ und hat insgesamt eine Fläche von rund 3624 ha. Verwaltungsmäßig gehört es hauptsächlich zum Schwarzwald-Baar-Kreis und zu einem kleineren Teil zu den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen. Folgende Gemeinden haben Anteil am Gebiet: Aichhalden, Dunningen, Rottweil, Deißlingen, Dauchingen, Mönchweiler, Niedereschach, Unterkirnach, Bösingen, Schramberg, Fluorn-Winzeln, Zimmern ob Rottweil, Vöhrenbach, Sankt Georgen im Schwarzwald, Königsfeld im Schwarzwald, Bad Dürrheim, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Geisingen, Hüfingen, Trossingen und Villingen-Schwenningen.

Der überwiegende Teil des FFH-Gebiet 7916-311 „Baar, Eschach und Südostschwarzwald“ umfasst die zentralen Maßnahmenflächen des Naturschutzgroßprojektes „Baar“, das seit 2013 durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert wird. Gleichzeitig wird der größte Teil des FFH-Gebietes auch vom Vogelschutzgebiet 8017-441 „Baar“ überlagert. Wichtige Herzstücke des FFH-Gebiets sind die neun Naturschutzgebiete Unterhölzer Wald, Deggenreuschen-Rauschachen, Palmenbuck, Mühlhauser Halde, Weiherbachtal, Birken-Mittelmeß, Tannhörnle, Plattenmoos und Schwenninger Moos, durch welches die europäische Wasserscheide zwischen dem danubischen und dem rhenanischen Flusssystem verläuft.  

Das Schutzgebiet ist im Offenland von den Lebensraumtypen Magere Flachland-Mähwiesen, Kalk-Magerrasen und verschiedenen Moor- und Feuchtlebensraumtypen geprägt. Besonders letztere beherbergen eine Vielzahl seltener Arten. Mit den Bach- und Flusstälern von Brigach, Breg, Donau, Aitrach und Eschach verbindet es den Donauraum mit Hoch- und Oberrhein und umfasst neben den naturnahen Fließgewässerabschnitten bachbegleitende Auwälder, Hochstaudenfluren und die nach FFH-Richtlinie geschützten Arten Bauneunauge (Lampetra planeri), Groppe (Cottus gobio), Kleine Flussmuschel (Unio crassus) und Biber (Castor fiber). Ungefähr die Hälfte des Gebiets ist von Wald-Lebensräumen dominiert, darunter Waldmeister-Buchenwälder, Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder und wertvolle Moorwälder. Hier kommen nach der FFH-Richtlinie geschützte Arten der Wälder wie   Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Grünes Gabelzahnmoos (Dicranum viride), und Großes Mausohr (Myotis myotis) vor. Eine Besonderheit stellt der Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle) dar, der im Gebiet das einzige beständige Vorkommen in Baden-Württemberg hat. Weiterhin kommen der Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus) und die  Gelbbauchunke (Bombina variegata) vor.

Der Managementplan für das Teilgebiet FFH 7817-341 „Eschachtal“ wurde bereits fertiggestellt, während der Managementplan für die übrigen Gebietsteile aktuell noch in Bearbeitung ist.

​Aktuelles

Der Managementplan für die FFH-Gebiete 8117-341 „Südliche Baaralb“ und 7916-311 „Baar, Eschach und Südostschwarzwald“ (Teilgebiete „Baar“ und „Südostschwarzwald“) wird im Zeitraum vom 01.07. bis 12.08.2019 öffentlich ausgelegt. In dieser Zeit ist er im Internet auf den Seiten der LUBW einsehbar.

Stellungnahmen können im Zeitraum vom 01.07. bis 12.08.2019 abgegeben werden.


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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.


Ihr Ansprechpartner

Antje Krause
Telefon  0761 208-4151
antje.krause(at)rpf.bwl.de

Jens Nagel
Telefon  0761 208-4141
jens.nagel(at)rpf.bwl.de