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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan
Blumberger Pforte und mittlere Wutach

​Das FFH-Gebiet „Blumberger Pforte und mittlere Wutach“ umfasst Teile des Süddeutschen Schichtstufenlands, sowie Teile des Wutachtals und liegt zwischen 400 m und 900 m ü.d.M. Die Gesamtgröße beträgt 6.356 ha.

Wo heute Blumberg liegt, floss einst die Feldbergdonau (heute Wutach) im sogenannten Urdonautal, wodurch die „Pforte“ zwischen Eichberg im Norden und Buchberg im Süden entstand. Vor etwa 20.000 bis 70.000 Jahren wurde die Urdonau im 90° Grad Winkel von der südlich entspringenden Ur-Wutach angezapft, so dass bei Blumberg das markante Wutachknie entstand und der neu entstandene Wasserlauf seither in den Rhein mündet.

Im Gebiet treten v.a. Kalksteine und quartäre Ablagerungen auf. Die Gipfel von Eichberg und Buchberg bestehen aus Weißjura, an den steilen Hängen im Bereich des Braunjuras kommt es zu Rutschungen. An vielen Stellen im Muschelkalk, z.B. in den Wutachflühen, finden sich Höhlen.
Insgesamt sind 67 % der Fläche mit Wald bestockt. Neben den dominierenden Waldmeister-Buchenwäldern sind die Schlucht- und Hangmischwälder, die wärmeliebenden, orchideenreichen Buchenwälder sowie die Steppenheide-Komplexe mit eingelagerten Sonderstandorten (Felsen, Rutschungen) und vorgelagerten Säumen besonders wertvoll.

Im Offenland gibt es noch große Flächen mit blumenbunten Wiesen. In der Mehrzahl handelt es sich um Flachland-Mähwiesen, in geringerem Maß um Berg-Mähwiesen. Vor allem an steilen Hängen kommen Magerrasen mit teils guten Orchideenbeständen vor.

Das Fließgewässersystem der Wutach bietet Lebensraum für Wasserpflanzen, Groppen und Bachneunaugen und wird z.T. von Auwäldern gesäumt. In den Kleingewässern der Auen fühlt sich die Gelbbauchunke wohl. Die zahlreichen Höhlen werden von Fledermäusen genutzt. In den lichten Wäldern wächst das Grüne Besenmoos und der Frauenschuh, an den Waldrändern und in Übergangsbereichen fliegen seltene Schmetterlingsarten wie das Glückswidderchen und der Gelbringfalter.

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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.


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