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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan
Hegaualb

​Das Natura 2000-Gebiet umfasst eine Fläche von 1350 ha und liegt in den Landkreisen Tuttlingen und Konstanz. Es gibt mehrere Teilgebiete, welche in den Gemeinden Immendingen, Tuttlingen, Emmingen-Liptingen, Geisingen, Tengen, Engen und Neuhausen ob Eck liegen.

Das FFH-Gebiet „Hegaualb“ liegt in den Naturräumen Hegau, Baaralb und Oberes Donautal, Randen, Hegaualb und Donau-Ablach-Platten. Vollständig im FFH-Gebiet enthalten ist das Naturschutzgebiet Biezental-Kirnerberg und es gibt Teilüberschneidungen mit den Naturschutzgebieten Rahmberg-Rehletal undTiefenried, mit dem Landschaftsschutzgebiet Hegau und dem Naturpark Obere Donau. Der Managementplan Hegaualb gilt ebenfalls für das kleinflächigere (21 ha) Vogelschutzgebiet „Höwenegg“.

Eine Besonderheit des Gebiets sind artenreiche Komplexbiotope auf Trockenstandorten, die sich zusammensetzen aus überdurchschnittlich großen, gut ausgebildeten Magerrasen und buntblühenden Mageren Flachlandmähwiesen. Eingestreut in die Wiesenlandschaft sind einzelne Riede mit Pfeifengras-Wiesen und kalkreichen Niedermooren, welche die größte Population des Sumpfenzians im Naturraum Hegau beheimaten.

Einzigartig für die Kulturlandschaft der Hegaualb sind Trockenreliktstandorte mit bedeutenden Vorkommen des Schnabelfrüchtigen Leinblatts und der Filzigen Zwergmispel. Wärmegetönte Reliktföhrenwälder bieten seltenen und optisch sehr attraktiven Arten wie Rosmarin-Seidelbast, Gewöhnlicher Kugelblume, sowie diversen bedrohten Faltern und Heuschrecken Lebensraum. An den Rändern der lichten Kiefernwälder treten farbenprächtige Staudensäume mit bedeutenden Beständen des seltenen, wärmeliebenden Frauenschuhs auf. Diese Orchidee benötigt nach der Keimung etwa 15 Jahre bis sie blüht und ist daher vor allem in alten Wäldern zu finden. Auch in trocken-warmen Buchenwäldern des FFH-Gebiets kommen verschiedene unter Schutz stehende Orchideen vor.

Dieses bedeutende und landschaftlich reizvolle europäische Natur- und Kulturerbe soll durch Zusammenarbeit mit den Nutzern geschützt und für zukünftige Generationen erhalten werden.
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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.


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