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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan
Murg zum Hochrhein

​Die Murg im Südschwarzwald durchfließt in ihrem Oberlauf eine offene, glazial überformte Tallandschaft. Südlich von Hottingen verengt sich das ausgedehnte Tal der sehr naturnahen Hauensteiner Murg zu einem engen Schluchttal. Auf einer Strecke von etwas über 20 km überwindet der Fluss vom Hochschwarzwald (983m ü. NN) hinab zum Hochrheintal (284 m ü. NN) 700 Höhenmeter. Dies bedingt eine außerordentliche Vielfalt an Lebensräumen und Arten.
Auf 21 Teilflächen umfasst das 1395 ha große Natura 2000-Gebiet „Murg zum Hochrhein“ mindestens 19 zu schützende Lebensraumtypen (LRT) der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie. Von diesen nehmen die Berg-Mähwiesen und Mageren Flachland-Mähwiesen den größten Anteil ein. Doch auch die auf den silikatischen Gneisen der höheren Lagen ausgebildeten Artenreichen Borstgrasrasen, die Pfeifengraswiesen sowie die Auenwälder und Schlucht- und Hangmischwälder besitzen beachtliche Vorkommen. Erwähnenswert sind darüber hinaus die Moore verschiedenster Ausprägung im Gebiet, die ebenfalls FFH-Lebensraumtypen entsprechen.
Bisher sind 6 Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie für das Gebiet „Murg zum Hochrhein“ gemeldet: In einigen Waldbeständen wurde das Grüne Besenmoos kartiert. Die Fledermausarten Großes Mausohr, Wimper- und Bechsteinfledermaus nutzen das Areal u. a. zur Nahrungssuche. Des Weiteren findet man in den Fließgewässern mit sehr guter Wasserqualität die Groppe und die Gelbbauchunke besiedelt v. a. im Südes des Gebiets um Bad Säckingen die Klein- und Kleinstgewässer. Im FFH wird darüber hinaus das Vorkommen von Rogers Goldhaarmoos und der Mopsfledermaus vermutet.
Kulturhistorische Bedeutung besitzen die für das Gebiet typischen Wuhren. Diese zur Wässerwiesenwirtschaft genutzten Zuleitungskanäle haben zugleich einen hohen landschaftsprägenden Charakter.

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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
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