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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000 Pflege- und Entwicklungsplan
Neckartal zwischen Rottweil und Sulz

​Die Gebietsfläche beträgt insgesamt 2.140 ha. Neben dem Neckartalabschnitt mit seinen Umlaufbergen umfasst das Gebiet auch Teile des Schlichem- und Keltertals.

Die Flüsse Neckar und Schlichem sowie die landschaftsprägenden Elemente der Felsbildungen, Schutthalden, Höhlen, Wacholderheiden, Magerwiesen, Feuchtwiesen, Auenlebensräume, und verschiedene Waldtypen prägen das Natura 2000-Gebiet. Besonders typisch sind Wacholderheiden. Die strukturreiche Landschaft aus Wald- und Offenlandbiotopen beherbergt viele seltene Pflanzen- und Tierarten. So brüten in den Felsgebieten Wanderfalke und Uhu. Die naturnahen Wälder sind Jagdgebiete von Fledermäusen. Der Neckar und seine Seitenflüsse bieten zahlreichen Fischarten und der Kleinen Flussmuschel Lebensraum. Wacholderheiden sind besonders artenreiche Lebensräume, die durch Jahrhunderte lange Schafbeweidung entstanden sind. Als Zeugen einer früher weit verbreiteten Weidenutzung beherbergen sie zahlreiche inzwischen selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, wie beispielsweise die Orchideenart Elfenstendel. Wacholderheiden sind heute im ganzen Land durch Nutzungsaufgabe gefährdet und können am besten durch eine extensive Schaf- und Ziegenbeweidung erhalten werden. Die aufgelassenen Wacholderheiden und Magerrasen sowie die Felsen und Schutthalden der Talhänge unterliegen einer sehr starken Wiederbewaldung. Nur durch die Mithilfe der Schäfer, Ziegenhalter und übrigen Landnutzer können diese wertvollen Lebensräume für die Zukunft erhalten werden.

​Informationstafeln zum Natura 2000-Gebiet
Informationstafeln zum Natura 2000-Gebiet, seinen Schutzgütern und Besonderheiten wurden entlang des Neckartalradwegs zw. Rottweil und Sulz aufgestellt. Neben Übersichtstafeln zu den geschützten Lebensräumen und Arten werden die Lebensräume Magerrasen, Wacholderheiden, artenreiche Flachland-Mähwiesen, Felsen sowie Fließgewässer mit den Arten Groppe und Kleine Flußmuschel, Aue mit der Gelbbauchunke sowie Landschaftspflege durch Beweidung dargestellt. Das Projekt wurde mit Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds gefördert. 
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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.


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Frauke Staub
Telefon  0761 208-4140
frauke.staub@rpf.bwl.de