Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Abteilung 5 »Referat 56 »Natura 2000 »Markgräfler Rheinebene
Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan
Markgräfler Rheinebene von Weil bis Neuenburg mit Vogelschutzgebiet

FFH- und Vogelschutzgebiet sind hier im südlichen Oberrheinischen Tiefland größtenteils deckungsgleich. Ausschließlich zum FFH-Gebiet gehören drei östlich gelegene Teilflächen mit Rieden, Halbtrockenrasen, Flachland-Mähwiesen, Hochstaudenfluren und strukturreichem Wald sowie dem Engebach.

Das insgesamt 1.565 ha große FFH- und Vogelschutzgebiet befindet sich im Süden des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald und im Norden des Landkreises Lörrach auf Flächen der Gemeinden Neuenburg a. R., Bad Bellingen, Efringen-Kirchen und Weil a. R. Neben dem Oberrheingraben mit Niederterrasse und Hochgestade sind auch Teile der Vorbergzone des Schwarzwaldes unter europäischen Schutz gestellt. Außerdem finden sich insgesamt sechs Naturschutzgebiete im Natura 2000-Gebiet, zu denen das NSG „Kapellengrien“ und „Isteiner Klotz“ gehören. Der Isteiner Klotz ist eine Felsregion, die neben den Isteiner Schwellen zu den markanten geologischen Gebietsbesonderheiten zählen.

Das FFH-Gebiet 8311-342 „Markgräfler Rheinebene von Weil bis Neuenburg“ gehört zu den besonders vielfältigen Landschaften am Oberrhein, mit naturnahen, gut ausgeprägten Waldgesellschaften, Wiesen, orchideenreichen Halbtrockenrasen und dem Restrhein mit Kiesbänken und Anlandungsflächen. Von kulturhistorischer Bedeutung ist die durch Grundwasserabsenkung nach der Tullaschen Rheinkorrektion entstandene Trockenaue mit ehemaligem Eichen-Hainbuchen-Niederwald. Als eine der vielen von Wasserflächen abhängigen Arten ist die Gelbbauchunke zu nennen, welche kleine Pioniergewässer bevorzugt besiedelt.

Das Vogelschutzgebiet 8211-401 „Rheinniederung Haltingen - Neuenburg mit Vorbergzone“ besitzt als Rastgebiet vieler Vogelarten internationale Bedeutung. Der naturnahe Restrhein mit Stromschnellen (wie z.B. die Isteiner Schwellen), Weich- und Hartholzaue im alten Flussbett des Rheins sowie Kiesgruben, Baggerseen, lichte trockene Uferwälder und die Hänge der Vorbergzone stellen wichtige Lebensstätten seltener und gefährdeter Vogelarten dar. So befindet sich hier eines der wenigen Brutgebiete des Gänsesägers in Baden-Württemberg. Weitere besondere Vogelarten sind etwa Eisvogel, Wiedehopf oder Neuntöter.

Veränderungen im Natura 2000-Gebiet ergeben sich derzeit durch die planfestgestellten und in Umsetzung befindlichen Maßnahmen des Integrierten Rheinprogramms (IRP) zum Hochwasserschutz am südlichen Oberrhein
.
Vorheriges Bild Pause Nächstes Bild
Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
Referat 56
79083 Freiburg i. Br.


Ihre Ansprechpartner

Uwe Kerkhof
Telefon  0761 208-4223
uwe.kerkhof@rpf.bwl.de

Gabriel Rösch
Telefon  0761 208-4148
gabriel.roesch@rpf.bwl.de