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Natura 2000 Managementpläne (MaP) des Regierungspräsidium Freiburg

Natura 2000-Managementplan
Schwarzwald-Westrand von Herbolzheim bis Hohberg

Das FFH-Gebiet 7713-341 „Schwarzwald-Westrand von Herbolzheim bis Hohberg“ besteht aus 21 flächigen und vier punktuellen (Fledermausquartiere) Teilgebieten. Einen großen Anteil des Gebiets nehmen Wälder ein, die sich am Westabfall des Mittleren Schwarzwalds zwischen Lahr und Ettenheim finden. Großteils handelt es sich um naturnahe Laubbaummischbestände, die seit längerem nach den Grundsätzen der Naturnahen Waldwirtschaft bewirtschaftet werden. Bei Lahr ist ein Teil des Bannwalds „Burghard“ Bestandteil des FFH-Gebiets.

Größere Teilflächen des Offenlands liegen in der Vorbergzone bei Zunsweier sowie zwischen Ringsheim und Herbolzheim (Deponie Kahlenberg, NSG „Ehrleshalden“). Bereits im Schwarzwald finden sich die Wiesen und Weiden um Geroldseck sowie die Wiesentäler im Dörlinbachergrund und Münstergraben östlich Ettenheimmünster.

Bei Zunsweier, um Geroldseck sowie im NSG Dörlinbachergrund – Münstergraben konzentrieren sich die Vorkommen des Lebensraumtyps Magere Flachland-Mähwiesen. Im Dörlinbachergrund ist ferner eine als Pfeifengraswiese eingestufte Fläche hervorzuheben. Kalk-Magerrasen, z.T. mit Orchideen-Beständen, finden sich im NSG „Ehrleshalden“, auf Flächen des Zweckverbands Abfallbehandlung Kahlenberg sowie am „Dammenberg“ zwischen Mietersheim und Sulz. Der Lebensraumtyp „Natürliche nährstoffreiche Seen“ ist weitgehend auf das Gelände der Fischzucht Riegger bei Ettenheim beschränkt. Unter den FFH-Arten sind im Wald der Hirschkäfer und die Spanische Flagge, deren Populationen in gutem Zustand sind, sowie die Bechsteinfledermaus zu nennen. Letztere wurde auch mehrfach im Offenland nachgewiesen. Eine Besonderheit des Gebiets sind die individuenstarken Wochenstubenquartiere der Wimperfledermaus in Lahr und des Großen Mausohrs in Ettenheim.

Bedeutsam sind ferner die beiden Wiesenknopf-Ameisen-Bläulingsarten. Ihr Schwerpunkt liegt in den Wiesentälern des NSG „Dörlinbachergrund – Münstergraben“. Hier finden sich aufgrund der angepassten Bewirtschaftung bzw. Pflege vieler Flächen stabile Populationen der beiden Arten. Einen leicht positiven Trend zeigen die Vorkommen im NSG „Saure Matten“. Dringend auf eine Förderung angewiesen sind die Bestände nördlich Ettenheimmünster, östlich Hofweier und südlich Zunsweier. Nachweise des Großen Feuerfalters gelangen vor allem in der Vorbergzone zwischen Zunsweier und Niederschopfheim. Hier war die Art in geeigneten Flächen regelmäßig, teils in größerer Zahl anzutreffen. In Fließgewässern lebende FFH-Arten des Gebiets sind zum einen in den Vorbergzonenbächen bei Niederschopfheim und Ettenheim die Helm-Azurjungfer, zum anderen in den naturnahen, rasch fließenden Bächen des Schwarzwald östlich Ettenheimmünster Bachneunauge, Groppe und der Steinkrebs.
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Regierungspräsidium Freiburg
Abteilung 5
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