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RP Freiburg, Umwelt
  • Abteilung 5
    15.11.2019
    Zusammenfluss von Brigach und Breg wird naturnah umgestaltet
    Regierungspräsidium plant in den nächsten Wochen Rückbau von Gebäuden und Rodung von Gehölzen

    Nach einer intensiven Planungsphase beginnt ab Montag, 18. November, mit der Vorbereitung des Baufeldes die Umgestaltung des Zusammenflusses von Brigach und Breg in Donaueschingen. Diese ersten Arbeiten sollen Ende Februar 2020 abgeschlossen sein. Im Anschluss daran werden Leitungen verlegt und eine neue Brücke über den neuen Verlauf der Breg gebaut. Die eigentlichen Erd- und Wasserbauarbeiten sollen dann von Sommer 2020 bis Ende  2021 in mehreren Bauabschnitten realisiert werden.    

    Hintergrund des Projektes zur Revitalisierung des Donauursprungs sei das Ziel eines guten ökologischen Zustands der Gewässer nach den Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, heißt es aus dem Regierungspräsidium Freiburg (RP). Brigach, Breg und Donau sind, in den früheren Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten begradigt worden. Das Gewässerumfeld, die ehemalige Aue, wurde und wird intensiv durch den Menschen genutzt. Gewässertypische Strukturen und die eigendynamische Entwicklung der Gewässer fehlen heute weitestgehend. Der Lebensraum für gewässer- und auebewohnende Pflanzen und Tiere sei nur noch eingeschränkt vorhanden.       

    „Das Rad der Zeit kann nicht zurückgedreht werden“, sagt Marlene Reichegger, verantwortliche Projektleiterin beim Landesbetrieb Gewässer im RP, „aber wir wollen dem Gewässer mehr Raum geben, um sich naturnah zu entwickeln.“   

    Die Planung zur Revitalisierung des Donauursprungs sehe genau dies vor. Im Unterlauf der Breg werde das Vorland bis auf die anstehende Kiesschicht abgetragen und die vorhandene Uferbefestigung entfernt. Die eigendynamische Entwicklung innerhalb des bestehenden Profils soll durch das Einbringen von Strukturelementen in Form von Totholz gefördert werden, damit sich geeignete Habitate für Fische und Fischnährtiere entwickeln und erhalten können. In der Brigach könne mit Rücksicht auf den bestehenden Hochwasserschutz und der vorhandenen Infrastruktur nicht so weitreichend eingegriffen werden wie an der Breg. Dennoch solle auch hier durch strömungslenkende Maßnahmen der ökologische Zustand verbessert werden, so Reichegger weiter.     

    Kernstück der Maßnahme sei der künftige Mündungsbereich und Beginn der Donau, ca. 300 Meter oberhalb des heutigen Zusammenflusses. Der Raum für die Gestaltung einer dynamischen Flusslandschaft werde durch den großflächigen Abtrag des Geländes, auf dem derzeit noch die Anlagen des ehemaligen Kreistierheimes und des Hundesportvereins vorhanden sind, geschaffen.       

    In den kommenden Wochen werde nun zunächst das Baufeld freigeräumt. Hierzu sei es erforderlich, die noch vorhandene Infrastruktur, wie zum Beispiel Gebäude und Leitungen des alten Kreistierheimes und des Vereins der Hundesportfreunde, zurückzubauen. Weiter müssten in gewissem Umfang die Gehölze und Bäume im Bereich des zukünftigen Zusammenflusses von Brigach und Breg gerodet werden. Der Eingriff werde auf das erforderliche Minimum beschränkt. Die Bäume würden für den Einbau als Strukturelemente im Gewässer im kommenden Jahr vorgehalten, heißt es aus dem RP.