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RP Freiburg, Umwelt
  • Abteilung 5
    19.12.2019
    Industrie am Hochrhein setzt Zeichen beim Klimaschutz: Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer besucht DSM in Grenzach und Evonik in Rheinfelden
     Werkbesichtigung

    Die Beiträge südbadischer Industrieunternehmen zum Klimaschutz standen im Mittelpunkt der Betriebsbesuche von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer am Donnerstag bei der DSM in Grenzach und der Evonik in Rheinfelden. „Die Chemie am Hochrhein behauptet sich nicht nur wirtschaftlich am Weltmarkt, sondern stellt sich auch der großen globalen Herausforderung des Klimaschutzes“, stellte Schäfer fest. Insbesondere die verstärkte übergreifende Zusammenarbeit zwischen Industriebetrieben und Kommunen, wie sie sowohl bei der DSM als auch der Evonik betrieben werde, sei ein Zukunftsmodell zur Steigerung der Energieeffizienz: „Diese Unternehmen haben die Zeichen der Zeit für ein nachhaltiges Wirtschaften erkannt.“ 

    Neben Verkehr gehören Energieerzeuger und Industrie in Deutschland zu den größten Emittenten von Treibhausgasen. „Obwohl in der Industrie im Gegensatz zum Verkehr die Treibhausgasemissionen seit einigen Jahren nicht steigen, wird auch die Industrie zum Erreichen der Klimaziele einen wesentlichen Beitrag leisten, Kohlendioxidemissionen verringern und ressourcenschonender produzieren müssen“, so die Regierungspräsidentin.  

    In Grenzach stellte Präsident Christoph Goppelsroeder die DSM als ein weltweit operierendes Unternehmen vor, das sich mit einer möglichst biobasierten und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise der Nachhaltigkeit verschrieben habe. Dies sei unter anderem in einer „Green House Gas Road Map“ zur Reduktion des CO2-Ausstoßes sowie einem neuen Futterzusatz, mit dem Landwirte den Methanausstoß ihrer Kühe senken können, konkretisiert worden. Als Beispiele für die Umsetzung dieser Unternehmensziele am Produktionsstandort Grenzach stellte Geschäftsführer Martin Häfele die Modernisierung des Kraftwerkes, die Kooperation mit einem Energiedienst zum Einsatz von „grünem“ Wasserstoff aus der Power-to-Gas-Anlage in Wyhlen und die biotechnologisch betriebene Vitamin B 2-Produktion vor. „Es ist beachtlich, dass es DSM gelungen ist, im Zuge des Ausbaus am Standort Grenzach gleichzeitig die Treibhausgasemissionen zu senken“, so Bärbel Schäfer.  

    Schwerpunkt bei Evonik in Rheinfelden war das vom Umweltministerium geförderte Projekt zur Ultraeffizienzfabrik, das Werksleiter Olaf Breuer vorstellte. In einem ultraeffizienten Industriegebiet soll hinsichtlich Abwasser, Abfall und Abluft möglichst ressourcenschonend gearbeitet werden. Evonik gehe allerdings mit konkreten Projekten zur Reduzierung von CO2 und dem Einsatz von innovativen Technologien noch einen Schritt weiter, so Breuer. Aktuell befinde sich ein Projekt in der Umsetzung, bei der die industrielle Abwärme zur Beheizung von Wohnraum eingesetzt werden soll. Darüber hinaus integriere Evonik weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in die Produktionsabläufe. Hier verwies Breuer auf die bereits seit vielen Jahren aufgebauten und stetig optimierte Stoffverbünde und Stoffkreisläufe, die zu großen Energieeinsparungen und der Reduktion von Abfall, Abwasser sowie Abgasen führen. „Der ganzheitliche Ansatz zur Reduzierung von Emissionen, den Evonik am Standort Rheinfelden umsetzt, ist vorbildlich und trägt schon jetzt  zum Erreichen der Klimaziele bei“, stellte die Regierungspräsidentin zum Abschluss ihres Besuches fest.