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RP Freiburg, Umwelt
  • Abteilung 5
    25.06.2020
    Regierungspräsidium Freiburg und Stadt Oberkirch wollen Hochwasserschutz und Baumschutz an der Rench vereinbaren
    Vor-Ort-Termin mit Sachverständigen fand am Dienstag statt

    Hochwasserschutz und Baumschutz sollen an der Rench in Oberkirch Hand in Hand gehen. Wie das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mitteilt, rücke dieses Ziel für den rechten Renchabschnitt zwischen der Firma Koehler und der Draivailbrücke in greifbare Nähe -  möglicherweise ganz ohne Eingriff in den Baumbestand. Dies sei das Ergebnis eines Vor-Ort-Termins des RP und der Stadt Oberkirch am Dienstag mit Sachverständigen aus den Bereichen Geotechnik und Baumschutz.  

    Wie das RP erläutert, werden aktuell als gefährdet eingestufte Hochwasserdämme in Oberkirch geotechnisch untersucht. Bei den Untersuchungen gehe es nicht nur um die rechte Renchseite, auf der die so genannte Lindenallee verläuft, sondern auch um Dammabschnitte rechtsseitig zwischen Lautenbach und Oberkirch und linksseitig im Bereich „Fuchsmatt“. Ergebnisse liegen bisher nur im Bereich zwischen Köhler Wehr und Dravailbrücke vor.  

    Fest stehe, dass der Damm dort die notwendige Höhe und die geotechnischen Erfordernisse aufweist. Allerdings spiele die Lindenallee eine große Rolle für das künftige Schutzkonzept, da sie das Hochwasserrisiko für den Stadtbereich erhöhe. Durch Sturm könnten herausgerissene Wurzelteller der Alleebäume den Damm so beschädigen, dass der Wellenschlag im Hochwasserfall zu einem Dammbruch führen könnte.

    Nach Angaben des RP standen mehrere Sanierungsvarianten zur Disposition, die bei dem Termin am vergangenen Dienstag nochmals mit den Sachverständigen vor Ort diskutiert wurden. Im Bereich des Neubaugebietes „Neumatt“ und der Firma Apelt wurden Pflöcke mit Flatterband ausgesteckt, um die Höhe des Wasserspiegels bei einem 100-jährlichen Hochwasser zu simulieren.  

    Als Favorit zeichne sich ab, das Hinterland, also die landseitige Straße entlang des Renchdamms („An der Rench“), mindestens auf den Wasserspiegel des 100-jährlichen Hochwassers anzuheben, heißt es aus dem RP. Der Baumgutachter halte diese Auffüllungen für vertretbar. Dies sei aber wegen der benachbarten Grundstücke nicht überall möglich. Auf Höhe der Firma Apelt und im Bereich der Tiefgaragen-Zufahrten des Neubaugebiets „Neumatt“  (ca. 110 Meter) müsse daher nach anderen Lösungen gesucht werden. Aber auch hier zeichneten sich Möglichkeiten einer baumschonenden Bauweise ab. Die Aktualisierung des Hochwasseralarm- und Einsatzplans der Stadt Oberkirch solle das Konzept zusätzlich abrunden.  

    Die aus der Beratung gewonnen Erkenntnisse seien Grundlage für die anstehenden Beratungen mit dem Landratsamt und im Umwelt- und Bauausschuss sowie im Gemeinderat der Stadt im Juli. Ergebnisse für die anderen Dammabschnitte in Oberkirch werden Ende des Jahres erwartet.