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RP Freiburg, Umwelt
  • Abteilung 5
    11.05.2017
    977.000 Euro für die Wasserversorgung in der Gemeinde Kleines Wiesental (Landkreis Lörrach)
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Eine gute Wasserversor-gung ist für die Zukunft des ländlichen Raums unerlässlich“

    ​Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat am Donnerstag, 11. Mai, Bürgermeister Gerd Schönbett im Rathaus der Gemeinde Kleines Wiesental (Kreis Lörrach) einen Förderbescheid in Höhe von insgesamt 977.000 Euro für den Ausbau der Wasserversorgung des Ortsteils Neuenweg übergeben. Die Gesamtkosten betragen rund 1,4 Millionen Euro.

    „Eine gute Wasserversorgung ist für die Zukunft des ländlichen Raums unerlässlich. Mit der Versorgung von Neuenweg und den Belchenhöfen mit qualitativ und quantitativ einwandfreiem Trinkwasser aus ortsnahen Vorkommen kommen wir den Zielen der Landesregierung einen weiteren Schritt näher, die Infrastruktur im ländlichen Raum stetig zu verbessern“, zeigte sich Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer erfreut über den weiteren Fortschritt beim Ausbau der Wasserversorgung im Kleinen Wiesental.

    „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass wir klimatisch bedingt immer öfter stark schwankende Quellschüttungen – gerade auch im Schwarzwald - beobachten müssen. Ich freue mich daher, dass die Landesregierung hier ihren Beitrag zur Sicherung der Wasserversorgung leistet“ so Umweltminister Franz Untersteller.

    Die Gemeinde möchte die Wasserversorgung im Ortsteil Neuenweg ausbauen und den Weiler Belchenhöfe an das öffentliche Wassernetz anschließen. Bisher wurde das Versorgungsgebiet von Neuenweg aus mehreren Quellen mit Trinkwasser versorgt. Diese Quellwässer sind aufgrund ihrer natürlichen Zusammensetzung zu sauer, entsprechen also aufgrund des niedrigen pH-Werts und der damit einhergehenden Korrosivität nicht den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Zusätzlich wird aufgrund der hygienischen Anforderungen vorsorglich eine UV-Anlage eingebaut.

    Das Versorgungsgebiet Belchenhöfe ist momentan nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Es umfasst derzeit 27 Einwohner, eine Gaststätte und Fremdenverkehr mit 37 Betten. Die privat betriebenen Brunnen können den Wasserbedarf bei niederschlagsarmen Perioden oftmals nicht decken. Bereits in den vergangenen beiden Jahren mussten die Höfe deshalb notversorgt werden. Dies ist aus hygienischer Sicht jedoch bedenklich.

    In Zukunft sollen beide Versorgungsgebiete mit dem Wasser aus den Heubron-ner Quellen versorgt werden, welches zentral im Hochbehälter Hinterheubronn aufbereitet und von dort verteilt wird. Die Heubronner Quellen können den Ge-samtbedarf von Heubronn, Neuenweg und Belchenhöfe bei weitem abdecken.