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Referat 96 - Landesrohstoffgeologie

LGRB-Bohrprogramm auf der Baar 2016/2017

Im Rahmen der Erstellung der Karte der mineralischen Rohstoffe von Baden-Württemberg und der Beratung des Regionalverbands Schwarzwald-Baar-Heuberg zur Aufstellung des Plankapitels Rohstoffe führt das LGRB, Ref. 96 Landesrohstoffgeologie, ein Erkundungsbohrprogramm in den Landkreisen Rottweil und Villingen-Schwenningen durch. Mit den Bohrarbeiten wurde Ende November 2016 bei Zimmern ob Rottweil begonnen.

Die Kernbohrungen (s. Bildergalerie) werden dort abgeteuft, wo bislang keine Informationen über den Aufbau des geologischen Untergrunds vorhanden sind und zugleich nach der geologischen Kartierung ein ausgedehntes Vorkommen von Muschelkalk zu erwarten ist. Die Daten zu den Schichtmächtigkeiten und dem Aufbau der triaszeitlichen Schichten dienen einerseits der Abgrenzung von wirtschaftlich interessanten Vorkommen oberflächennaher mineralischer Rohstoffe, andererseits sind sie eine wichtige Grundlage für die allgemeine geowissenschaftliche Erforschung des Landes und andere Beratungsaufgaben des LGRB (besonders Grundwasser und Geotechnik). Nach Auswertung sind die Ergebnisse in digitaler Form für jedermann zugänglich (Aufschlussdatenbank des LGRB).

Zur Erkundung des Oberen Muschelkalks wird eine Kernbohrung südöstlich von Marbach bei Villingen-Schwenningen abgeteuft (Ro7916/B2). Außerdem wird der Obere Muschelkalk nördlich von Villingen-Schwenningen (TK 25 Blatt 7817 Rottweil) mit zwei Bohrungen nordwestlich von Dauchingen (Ro7817/B1) und östlich von Kappel (Ro7817/B2) untersucht. Die südöstlich bzw. östlich von Niedereschach und östlich von Zimmern o. Rottweil-Stetten geplanten Bohrungen (Ro7817/B3‒B5) dienen der Erkundung des Oberen Muschelkalks sowie der Sulfatgesteine im Mittleren Muschelkalk. Die Bohrung bei Niedereschach (Ro7817/B4) soll bis zur Basis des Buntsandsteins, d. h. bis in das kristalline Grundgebirge, vertieft werden. Diese Rohstofferkundungsbohrung ist somit zugleich eine Forschungsbohrung zur Untersuchung der gesamten Schichtenfolge des Deckgebirges über dem Schwarzwälder Kristallin. Sie wird voraussichtlich 220–230 m tief werden.


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Hintergrund 

Ansprechpartner

Dr. Wolfgang Werner
0761 208-3242
Wolfgang.Werner@rpf.bwl.de