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RP Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
  • Abteilung 9
    12.10.2020
    Landesbergdirektion genehmigt Verfüllung des „Bergwerks 2000“ in Heilbronn

    Die am Regierungspräsidium Freiburg (RP) angesiedelte Landesbergdirektion hat die Verfüllung des Bergwerks 2000 in Heilbronn genehmigt. Demnach darf die Südwestdeutsche Salzwerke AG die dort durch die Salzgewinnung entstandenen Hohlräume mit Abfällen verfüllen. Für die Überwachung dieses Prozesses ist die Landesbergdirektion zuständig. „Mit den Auflagen in der Genehmigung wird sichergestellt, dass die Verfüllung für die Beschäftigten und die Umwelt sicher abläuft und auch langfristig keine Risiken bestehen“, heißt es aus dem RP.  

    Das Bergwerk 2000 ist ein Teilbereich des Salzbergwerks Heilbronn und erstreckt sich unter Biberach und Kirchhausen sowie unter der Gemarkung Leingarten. Das zur Verfüllung stehende Hohlraumvolumen beträgt ca. 30 Millionen Kubikmeter. Die Salzgewinnung soll dort Ende 2022 abgeschlossen sein. Die Verfüllmaßnahmen sollen spätestens 2024 beginnen.  

    Wie das RP erklärt, dienen solche Verfüllmaßnahmen, im Bergbau „Versatz“ genannt, unter anderem der Verbesserung der Standsicherheit des Gebirges, der langfristigen Vermeidung von Bergschäden und Bodensenkungen sowie der nachhaltigen Nutzung der Lagerstätte. Die einzulagernden Stoffe werden zunächst aufbereitet, um die gesetzlich geforderten und streng überwachten Eigenschaften zu erhalten.  

    Der nun erteilten Genehmigung zufolge kann für die Verfüllung zum geringen Teil bergbaueigenes Material wie zum Beispiel Anhydrit und Ton verwendet werden, das bei der Steinsalzproduktion anfällt. Bei einem Großteil der Verfüllstoffe handelt es sich jedoch um bergbaufremde Materialien wie zum Beispiel Schlacken und Rückstände aus der Rauchgasreinigung von Verbrennungsanlagen, Gießereialtsande und Baurestmassen wie Böden und Bauschutt.