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RP Freiburg, Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau
  • Abteilung 9
    27.02.2017
    Langjähriger Leiter des Landesbergamts Baden-Württemberg, Klaus Nast, stirbt im Alter von 82 Jahren
    Erfahrener Bergbauexperte leitete damalige Sonderbehörde von 1979 bis zu seinem Ruhestand 1998 // Beerdigung mit bergmännischen Ehren am Freitag, 3. März auf dem Friedhof Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)

    ​Der langjährige Leiter des Landesbergamts Baden-Württemberg, Klaus Nast, ist bereits am Sonntag, 19. Februar, im Alter von 82 Jahren gestorben. Der erfahrene Bergbauexperte leitete von 1979 bis 1998 die damalige Sonderbehörde bis zum Eintritt in seinen Ruhestand Mitte des Jahres. Die Beerdigung in bergmännischer Tradition findet am Freitag, 3. März, um 14 Uhr auf dem Friedhof in Staufen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) statt.

    Nast wurde 1934 in Lörrach geboren, studierte nach dem Abitur Bergbau an der Technischen Hochschule Aachen und begann seine berufliche Karriere beim Oberbergamt Bonn. Nach der großen Staatsprüfung führte ihn sein Werdegang nach mehreren Stationen in Nordrhein-Westfalen nach Baden-Württemberg zum Bergamt Freiburg und ins Wirtschaftsministerium als Fachaufsicht des Bergamts. 1979 wurde er dann Leiter des Landesbergamts, der 1998 mit 29 Planstellen kleinsten Behörde im Geschäftsbereich des Wirtschaftsministeriums. Diese Leitung übte er bis zum Sommer 1998 aus und setzte Schwerpunkte unter anderem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

    Bei Nasts Verabschiedung sagte der damalige Wirtschaftsminister Walter Döring (FDP): „In seinen Erfolgen spiegeln sich seine Überzeugungskraft und sein Ideenreichtum, aber auch ein hohes Maß an beruflichem Können, Tatkraft und Liebe zu seinem Fachgebiet als Grundvoraussetzungen wider.“ Mit dem Ausscheiden des langjährigen Leiters des Landesbergamts endete aber auch die Tradition als eigenständige Sonderbehörde, denn zum 1. Juli 1998 entstand das heutige Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) durch die Fusion mit dem Geologischen Landesamt. Das LGRB wurde dann 2005 in das Regierungspräsidium Freiburg als Abteilung integriert. Bis heute ist der oberste Bergmann im Regierungsbezirk der Stellvertreter des dortigen Abteilungsleiters.

    Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Nast in mehreren Vereinen des Landesverbands der Bergmannsvereine und der bergmännischen Musikvereine in Baden-Württemberg (BBM) tätig und brachte sich auch als Beirat in den Vorständen ein. Während seiner Amtszeit als Chefs des Bergamts unterstützte er die Ziele des Vereins insbesondere in der Pflege des bergmännischen Brauchtums. Beispiele waren der erste baden-württembergische Bergmannstag in Todtnau 1988, die zweite Auflage 1995 in Heilbronn und der siebte deutsche Bergmannstag 1991 in Aalen. Nast war Träger des Bundesverdienstkreuzes am Band. Manfred Baldas vom Landesverband würdigt ihn als „Freund, Förderer und Gönner“, der sich um die Pflege der bergbaulichen Tradition in Baden-Württemberg in außerordentlichem Maß verdient gemacht habe.