Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • SGZE
    27.06.2017
    Europa macht’s möglich: 1,6 Millionen Euro für grenzüberschreitenden Katastrophenschutz, umweltfreundlichen Pflanzenschutz, grenzenloses Naturerlebnis und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt
    Begleitausschuss des europäischen Programms INTERREG Oberrhein bewilligt vier neue Projekte für grenzüberschreitende Zusammenarbeit // Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Die Bürgerinnen und Bürgern haben konkrete Vorteile im Alltag durch das europäisc

    ​Der Begleitausschuss des EU-Programms INTERREG Oberrhein hat am Dienstag, 27. Juni, bei seiner Sitzung in Rheinfelden (CH) vier neue Projekte mit einem Volumen von 1,6 Millionen Euro bewilligt. Unterstützt werden ein Amphibienfahrzeug des französischen Zivilschutzes und des THW, eine Initiative für zielgerichteten umweltschonenden Pflanzenschutz in der Landwirtschaft, die Erhaltung von Naturschutzgebieten und eine bessere Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Ziel des europäischen Programms INTERREG Oberrhein ist es, grenzüberschreitende Projekte auf den Weg zu bringen, die den Alltag der Menschen in der deutsch-französisch-schweizerischen Grenzregion verbessern. Welche konkreten Vorteile die Menschen am Oberrhein von solchen Projekten haben, wurde in der im Mai und Juni durchgeführten Informationskampagne „Europa macht‘s möglich!“ vorgestellt. Bei insgesamt sechs Veranstaltungen  zwischen Neustadt/Weinstraße und Münchenstein konnte die Bevölkerung viel über die tatsächlichen Ergebnisse von Projekten, die in der Vergangenheit durchgeführt wurden oder gerade aktuell laufen, erfahren. Initiiert wurde die Veranstaltungsreihe von der Vorsitzenden des Begleitausschusses, Freiburgs Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „In einer Zeit, in der viel über den Wert von Europa diskutiert wird, machen wir den Menschen deutlich, welche konkreten Vorteile sie im Alltag durch ein europäisches Miteinander haben.“

    Die vier neu genehmigten Projekte werden nun dieses Jahr anlaufen: Die Anschaffung des „Amphibienfahrzeugs“ soll zu einer Verbesserung des Versorgungsangebots im Bereich Katastrophenschutz beitragen. Dafür haben sich das Technische Hilfswerk und die französische Protection Civile zusammengeschlossen. Das „Amphibienfahrzeig“ kann zukünftig bei Überschwemmungen im Oberrheingebiet zum Einsatz kommen, um Hilfe zum Schutz der Bevölkerung zu leisten. Ergänzt wird das Ganze durch gemeinsame Übungen und Alarmpläne.

    Ziel des Projektes „AGRO Form“ ist die Reduzierung der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln sowie die Entwicklung von Düngepraktiken mit geringeren Auswirkungen auf die Boden-, Luft- und Wasserqualität am Oberrhein. Es baut dabei auf das bereits laufende INTERREG-Projekt „Innov.AR“ auf, in dessen Rahmen die besten agrarökologischen Lösungen für den Pflanzenbau entwickelt und getestet werden. Am Ende werden die Erfahrungen in Bildungsmodulen für landwirtschaftliche Betriebe aufbereitet.

    Im Dreiländereck bieten das französische Naturschutzgebiet Petite Camargue Alsacienne, das deutsche Naturschutzgebiet Krebsbachtal und der deutsch-schweizerische Landschaftspark Wiese zahlreichen gefährdeten Arten letzte Rückzugsorte. Um dem Verlust der Artenvielfalt entgegen zu wirken, sieht das Projekt „NaturErlebnis grenzenlos“ die Schaffung von zusätzlichen Rückzugsorten an der Rheinaue beiderseits des Rheins vor. Es werden gezielt neue Lebensräume angelegt. Gleichzeitig sieht das Projekt vor, die Besucher so zu lenken, dass Tiere und Pflanzen in besonders schützenswerten Gebieten nicht so stark gestört werden.

    Die Integration auf dem Arbeitsmarkt ist für Menschen mit Behinderung besonders schwer. „Participation 4.0 – Arbeit für alle“ zielt darauf ab, Betroffenen die Jobsuche mit Hilfe von Firmenkontakten, Qualifikation und Praktika zu erleichtern. Es geht aber auch um die Betriebe, die mehr Arbeitsplätze für diese Zielgruppe bereitstellen sollen. Diese sollen in Fragen der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung beraten und begleitet werden.

    Im Begleitausschuss des Programms INTERREG Oberrhein entscheiden die politischen Vertreter der Region über Fördermittel für Projekte, die einen besonderen Mehrwert für die grenzübergreifende Oberrheinregion haben. Das europäische Programm verfügt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden bereits 52 Projekte auf den Weg gebracht. Bis 2020 stehen noch rund 60 Mio. Euro für die Förderung weiterer Projekte zur Verfügung.

     

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de