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  • Abteilung 5
    29.09.2017
    Schutzbrunnen verhindern Schäden bei Grundwasseranstieg
    Regierungspräsidium informiert zum Beginn der Arbeiten in Kappel-Grafenhausen (Ortenau) // Weitere Infotermine für die Bevölkerung über Fortschritt des Projekts geplant

    Rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Regierungspräsidiums (RP) Freiburg zu einem Informationstermin über den Beginn der Bauarbeiten für die Schutzmaßnahmen in Kappel. Anwohner und Bürger konnten sich direkt vor Ort ein Bild über die Baumaßnahmen machen. Treffpunkt war direkt am ersten Brunnenstandort nördlich der Rittistraße in Wittenweier, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Mit Harald Klumpp, Bernhard Lonsdorfer und Philipp Schäfer erläuterten drei Fachleute die Pläne des Regierungspräsidiums zum Start der Arbeiten. Unter den Teilnehmern waren auch die Bürgermeister Jochen Paleit der Gemeinde Kappel-Grafenhausen und Vertreter der Bürgerinitiative „Trockene Keller“.

    Die Experten standen Rede und Antwort zu Sicherheitsfragen bezüglich ansteigendem Grundwasser und der technischen Umsetzung des Brunnen- und Leitungsbaus. Fragen zur Sicherheit bei Stromausfall und dem Einsatz beispielsweise bei einem Hochwasser der Elz waren von großem Interesse. 

    Der Bau der ersten beiden Schutzbrunnen wurde bereits 2011 begonnen und nach einer Unterbrechung 2016 mit dem Abschluss von Pumpversuchen fertiggestellt. Auf dieser Basis wurden die Brunnengalerien – bestehend aus insgesamt zehn Schutzbrunnen – mit Ablaufleitungen in die Elz geplant und europaweit ausgeschrieben.

    Das RP, als Betreiberin des geplanten Rückhalteraumes Elzmündung, sorgt durch den Bau und Betrieb der Schutzbrunnen in den Orten Nonnenweier, Wittenweier und Kappel dafür, dass bei Betrieb des Rückhalteraumes keine zusätzlichen schadbringenden Grundwasseranstiege entstehen können.

    „Zu Beginn der Baumaßnahmen werden im Oktober und November an allen Brunnenstandorten Kernbohrungen bis in eine Tiefe von rund 30 Metern durchgeführt und der jeweilige Untergrundaufbau detailliert ermittelt“, erläuterte Philipp Schäfer, Projektingenieur beim RP für die Schutzmaßnahmen.

    Die Brunnen werden daraufhin optimal an die lokalen Untergrundverhältnisse angepasst. Der endgültige Brunnen wird in die Tiefe von etwa 25 Meter und mit einem Durchmesser von zwei Metern gebohrt. In dieses Bohrloch wird der Brunnenfilter mit einem Durchmesser von 1,2 Meter eingebaut. In den Zwischenraum wird Filterkies eingefüllt. Nach Bestellung und Fertigung ist der Bau der Brunnen ab Februar 2018 vorgesehen. 

    Das während des Betriebs des Rückhalteraumes geförderte Grundwasser wird über Druckrohrleitungen gesammelt und sicher aus der Ortslage abgeleitet. Durch ein Auslaufbauwerk gelangt das Wasser in ein künstlich angelegtes Seitengewässer und fließt langsam in die Elz. „Alle Leitungen liegen im Bereich der vorhandenen Wege unter Gelände, welches nach Abschluss der Baumaßnahme wiederhergestellt wird“, so Bernhard Lonsdorfer, Projektleiter für den Rückhalteraum Elzmündung. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Anfang 2019 abgeschlossen sein.

    Der Leiter der Projektgruppe Offenburg des Integrierten Rheinprogramms Harald Klumpp konnte auch zahlreiche Mitglieder des Polderbeirates begrüßen. Er bekräftigte noch einmal die Absicht des RP, kontinuierlich über die weiteren Arbeiten zu informieren. So ist vorgesehen, bei neuen größeren Baumaßnahmen weitere offene Baustellentermine anzubieten. „Wir wollen mit Ihnen im Gespräch bleiben und Ansprechpartner für Fragen und Anregungen sein“, so Klumpp, der sich über die positive Resonanz und den angeregten Austausch bedankte.

     

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