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  • Abteilung 01
    14.11.2017
    Regierungspräsidium Freiburg setzt zwei Streetworker in der Erstaufnahmerichtung in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) ein
    Aufgabe der beiden Streetworker ist die Reaktion auf Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern oder Vermittlung bei Konflikten // Offene Sprechstunde am 23. November geplant

    ​Bereits seit Anfang April 2017 hat das Regierungspräsidium Freiburg in der Erstaufnahmeeinrichtung Donaueschingen für Flüchtlinge Streetworker im Einsatz. Bei einem gemeinsamen Termin mit der Stadtverwaltung sind die beiden Streetworker nun auch offiziell vorgestellt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg. Ihre Aufgabe liegt in der Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern, in der Vermittlung bei Konflikten sowie in der Prävention.

    Was sollen die beiden Streetworker konkret tun? Sie nehmen Anfragen und Probleme von Bürgerinnen und Bürgern auf, versuchen bei Konflikten außerhalb der Einrichtung zu vermitteln, sind in der Stadt unterwegs und suchen dort oder in der Erstaufnahmeeinrichtung das Gespräch mit den Bewohnenden. Sie sollen auch die Flüchtlinge auch über Regeln und Verhaltensweisen in Deutschland aufklären und sind dabei innerhalb und außerhalb der Erstaufnahmeeinrichtung aktiv.

    Der Caritasverband für den Schwarzwald-Baar Kreis und der DRK Kreisverband Donaueschingen haben sich bereit erklärt, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen und teilen sich hierfür eine Vollzeitstelle. Lisa Hensler (Caritas) und Dr. Farouq Lawan (DRK) bilden das Team der Streetworker. Beide sind bereits erfahren im Flüchtlingsbereich und können sich daher voll in die Arbeit einbringen. Unterstützt werden Sie im Hintergrund von der Teamleitung der Sozial- und Verfahrensberatung, Maria del Carmen Limberger (Caritas) und Thomas Gähme (DRK).

    Um den Zuschnitt der Stellen passgenau für die Lage in Donaueschingen zu klären und ein Aufgabenfeld für die Streetworker zu erarbeiten, haben seit April zahlreiche Gespräche des Regierungspräsidiums und der Sozial- und Verfahrensberatung der Sozialverbände mit der Stadt Donaueschingen sowie der Polizei stattgefunden. „Die Streetworker runden die Standortkonzeption des Landes zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in gelungener Weise ab, um mögliche auftretende Spannungen und Konfliktsituationen im Umfeld der Erstaufnahmeeinrichtung Donaueschingen bereits im Vorfeld zu erkennen und präventiv zu vermeiden“, fasst Regierungsvizepräsident Ficht als Ziel die Arbeit der Streetworker zusammen.

    Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly: „Die Stadt Donaueschingen ist dem Regierungspräsidium sehr dankbar, dass die beiden Streetworker in der Erstaufnahmeeinrichtung eingesetzt werden. Ein Neubeginn in einem fremden Land ist nicht einfach. Erst recht, wenn die Sprache, die Schrift und das alltägliche Leben unbekannt sind. Die Streetworker unterstützen die Zuwanderer bei ihrem Neubeginn. Sie erleichtern den Flüchtlingen den Weg in unsere Gesellschaft und bieten ihnen notwendige Hilfeleistungen. Neben der Teilhabe und der Integration der Flüchtlinge sehe ich aber auch in der Präventionsarbeit der Streetworker eine immens wichtige Aufgabe, um möglichen Konflikten im Stadtbereich vorzubeugen und für ein friedliches Zusammenleben zu sorgen. Darüber hinaus freue ich mich, dass die Streetworker auch für die Anregungen und Sorgen der Donaueschinger Bevölkerung ein offenes Ohr haben. Gerne unterstützen wir daher die Arbeit der Streetworker.“

    In diesem Prozess hat das Team seit April 2017 in enger Abstimmung mit den Behörden vor Ort die Hotspots in der Stadt identifiziert, vor Ort starke Präsenz gezeigt und immer wieder versucht, direkte Konflikte gleich zu lösen. Zudem werden Flüchtlinge innerhalb der Einrichtung in Workshops über Themen des Zusammenlebens in Deutschland aufgeklärt und beraten.

    In den kommenden Wochen ist nun geplant, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Donaueschingen in den Räumen der Stadt Infosprechstunden abzuhalten, in denen sich die Bürgerschaft mit ihren Sorgen und Fragen an die Streetworker wenden kann. Die erste wird am Donnerstag, 23. November, von 14 bis 16 Uhr im Bürgerbüro der Stadt (Rathaus II, Rathausplatz 2, Zimmer 107) stattfinden – eine vorherige Terminabsprache ist nicht erforderlich. Vorläufig ist ein wöchentlicher Turnus geplant, dieser wird aber nachfrageorientiert angepasst. Weiterhin wird es Gespräche mit Firmen und Gewerbetreibenden geben, in denen gemeinsam Fragen und Sorgen besprochen und auch mögliche Lösungen gefunden werden sollen.
     
    Ein regelmäßiger Austausch mit der frisch berufenen Integrationsmanagerin der Stadt Donaueschingen, dem Ordnungsamt und der Polizei sind ebenso vorgesehen. Darüber hinaus sind die Streetworker über die Telefonnummer 0151/59965361 von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr zu erreichen. Per E-Mail sind die Streetworker Lisa Hensler und Dr. Faroug Lawan unter Lisa.Hensler@caritas-sbk.de und lawan@drk-kv-ds.de zu erreichen.

    Darüber hinaus gibt es mit Meral Gründer eine Ombudsfrau für das Flüchtlingswesen im Regierungsbezirk Freiburg. Sie ist Ansprechpartnerin sowie Mittler- und Unterstützungsstelle für Flüchtlinge und ehrenamtlich engagierte Bürger in Fragen der Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen in den Erstaufnahmestellen des Regierungspräsidiums Freiburg. Erreichbar ist Meral Gründer per E-Mail unter ombudsfrau.fluechtlinge@rpf.bwl.de.

     

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