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  • Abteilung 3
    08.12.2017
    Maiswurzelbohrer am Oberrhein: Fruchtfolgeregelung soll Käferausbreitung eindämmen
    Regierungspräsidium Freiburg weist auf Allgemeinverfügungen der Landratsämter zwischen Rastatt und Lörrach hin // Ziel ist es, den Maisanbau als Ertragskultur am Rhein zu erhalten

    Mit Hilfe einer klaren Fruchtfolgeregelung soll der Ausbreitung des Maiswurzelbohrers am Oberrhein begegnet werden. Dazu haben beziehungsweise werden fünf Landratsämter zwischen Rastatt und Lörrach jeweils eine Allgemeinverfügung erlassen, die regelt, wie der Käfer bekämpft werden soll. Diese Maßnahmen dienen dazu, den Maisanbau als Ertragskultur im Rheintal zu erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Der Maiswurzelbohrer ist ein Käfer, der Maisbestände durch Wurzel- und Blütenfraß massiv schädigen kann. Er ist bereits 2007 in Südbaden eingewandert. 2017 zeigten die Fangzahlen einen deutlich erhöhten Anstieg in einzelnen Gemarkungen im Rheintal von Lörrach bis Rastatt – die Zahl der Käfer stieg von 18.500 auf über 64.000 innerhalb nur eines Jahres. Ursache hierfür ist Maisanbau in Monokultur. Die Anbauempfehlung, eine Fruchtfolge einzuhalten und Mais höchstens in zwei aufeinanderfolgenden Jahren auf derselben Fläche  anzubauen, ist auf vielen Flurstücken nicht so konsequent umgesetzt worden wie gewünscht.

    Zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers sind in Deutschland keine Pflanzenschutzmittel zugelassen. Dies ist auch für die Zukunft nicht zu erwarten, da zur Einhaltung der guten fachlichen Praxis Fruchtfolgemaßnahmen gehören. Der Einhaltung einer Fruchtfolge ist der Vorzug zu geben, da sie mit einem Wirkungsgrad von praktisch 100 Prozent wesentlich wirksamer als der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mit ökologischen sowie längerfristigen agronomischen Vorteilen verbunden ist.

    Um den Maisanbau in den kommenden Jahren in der Region zu erhalten, wird nun die Fruchtfolge verbindlich geregelt. Ziel ist die Eindämmung der Ausbreitung des Maiswurzelbohrers sowie die Erhaltung der Ertragsfähigkeit dieser Kultur auf nachhaltige Weise. Deshalb wurden beziehungsweise werden von den Landratsämtern der Landreise Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Ortenaukreis und Rastatt Allgemeinverfügungen über Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers erlassen.

    Mit diesen Verfügungen wird für viele Gemarkungen im Rheintal vorgeschrieben, dass auf Maisanbauflächen eine Fruchtfolge von höchstens zweimal Maisanbau in drei Jahren einzuhalten ist. Das bedeutet, dass nach Maisanbau in den Jahren 2017 und 2018 auf einer Fläche im Jahr 2019 mit dem Maisanbau auf dieser Fläche auszusetzen ist. Diese Vorgaben gelten für Gemarkungen, in denen 2017 steigende Fangzahlen festgestellt und Mais in Monokultur angebaut wurden sowie in angrenzenden Gemarkungen. 

    In Gemarkungen mit Maisanbau in Monokultur, in denen bisher noch keine Fallen standen, werden ab dem Jahr 2018 Fallen aufgestellt. Bei entsprechenden Fangzahlen werden die Allgemeinverfügungen auf diese Gemarkungen ausgeweitet. Die Umsetzung der Fruchtfolgevorgabe wird im Jahr 2019 kontrolliert und Verstöße werden geahndet.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
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79083 Freiburg



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