Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • Abteilung 5
    04.01.2018
    Regierungspräsidium Freiburg bereitet sich auf möglichen Hochwassereinsatz am Rhein vor
    Entscheidung fällt frühestens am Donnerstagabend

    Hochwasserlage
    (Donnerstag, 4.1.2018 Stand: 12h30).​

    Aufgrund der allgemeinen Hochwasserlage bereitet sich das Regierungspräsidium Freiburg auf einen möglichen Einsatz am Rhein vor. Die Hochwasservorhersagezentrale bei der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) erwartet in ihrer Prognose weitere Niederschläge, sodass nach jetzigem Stand ein kleineres bis mittleres Hochwasser erwartet wird.

    An den kleineren und mittleren Gewässern werden die Hochwasserscheitel heute laut LUBW zumeist in der zweiten Tageshälfte oder in der Nacht auf Freitag (5. Januar) eintreten. Die räumlichen Schwerpunkte der Hochwasserausbildung liegen zunächst voraussichtlich bei Gewässern mit Einzugsgebieten im südlichen und mittleren Schwarzwald sowie im Allgäu. In den größeren Gewässern (Hoch- und Oberrhein, mittlerer und unterer Neckar, Donau, Main bei Wertheim) werden die Hochwasserscheitel je nach Fluss und Lage des Pegels teils am Freitag, teils am Samstag oder Sonntag erwartet.

    Für den Rhein ist es noch unklar, wie stark das Hochwasser ausfallen wird. Möglicherweise wird im Vorfeld eines eventuell erforderlichen Hochwassereinsatzes am Freitagmittag mit der Vorentleerung des Kulturwehrs Kehl/Straßburg begonnen. Dabei wird das dauerhaft aufgestaute Wasser abgelassen, damit zusätzlich Stauraum zur Verfügung steht. Die Anlagen des Regierungspräsidiums sind bereits seit Mittwoch durchgehend besetzt.

    In enger Abstimmung mit der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) in Karlsruhe wird die Wettersituation weiterhin ständig beobachtet. Die aktuellen Wasserstände können unter http://www.hvz.lubw.baden-wuerttemberg.de/ abgerufen werden. Frühestens am Donnerstagabend ist absehbar, ob ein Hochwassereinsatz nötig wird.

    Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Konzept des Landes Baden-Württemberg, mit dem umweltverträglicher Hochwasserschutz erreicht und die Auen renaturiert werden sollen. Das IRP basiert auf einer 1982 geschlossenen Vereinbarung zwischen Deutschland und Frankreich. Auf ehemaligen Überflutungsflächen sind zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Rückhalteräume erforderlich.

    Das Kulturwehr Kehl/Straßburg ist der größte Rückhalteraum des Integrierten Rheinprogramms mit heute 37 Millionen Kubikmetern auf einer Fläche von sieben Quadratkilometern, der 1977 genehmigt und bis 1990 fertig gestellt wurde. Die Polder Altenheim I und II sind vom Rückhaltevolumen etwa halb so groß und seit 1987 im Einsatz.

    Weitere Informationen auch im Internet unter www.irp-bw.de auf den Seiten der Rückhalteräume.

    Update:
    Freitag, 5.1.2018; Stand: 16h30)

    Ein Einsatz war trotz der hergestellten Bereitschaft nicht notwendig. 

     

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de