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  • Abteilung 5
    23.01.2018
    Kein Einsatz der Rückhalteräume des Integrierten Rheinprogramms bei Kehl und Neuried (Ortenaukreis): Entspannung bei der Hochwasserlage erfolgt rechtzeitig
    Stand der Information: Dienstag, 23. Januar 2018 (Uhrzeit: 16h15)
     Kein Einsatz der Rückhalteräume des Integrierten Rheinprogramms bei Kehl und Neuried (Ortenaukreis)

    Die aktuelle Entspannung in der Hochwasserentwicklung im Rhein macht einen Einsatz der Rückhalteräume des Integrierten Rheinprogramms (IRP) trotz Herstellung der Bereitschaft beim Kulturwehr Kehl und dem Polder Altenheim (Ortenaukreis) nicht erforderlich. Das teilt das Regierungspräsidium Freiburg mit, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Die Rückhalteräume Kulturwehr Kehl/Straßburg und Polder Altenheim werden dann eingesetzt, wenn am Pegel Maxau (Karlsruhe) ein Abfluss von 3800 Kubikmeter pro Sekunde überschritten wird und die Tendenz weiter steigend ist. Dieses Kriterium wurde zwar am Dienstagnachmittag um kurz nach 15 Uhr erfüllt. Die Vorhersage der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg blieb aber für die folgende Nacht zum Mittwoch bei der erwarteten Spitze des Hochwassers am Pegel Maxau unterhalb des kritischen Abflusswerts von 4.200 Kubikmetern pro Sekunde. Der Einsatz der Rückhalteräume ist damit bei danach fallender Tendenz nicht mehr erforderlich.

    Als einziger Rückhalteraum am Rhein ist der französische Polder Erstein am Dienstagmorgen in Betrieb gegangen, da dessen Einsatzkriterien früher greifen und die Vorhersage der Entwicklung zu dem Zeitpunkt noch höher gelegen hatte. Auf Grund der instabilen Wetterlage, abhängig von Schneeschmelze und Niederschlägen, lagen die Vorhersagen der HVZ lange Zeit in einer größeren Schwankungsbreite und ein Einsatz der Rückhalteräume blieb weiterhin möglich. Allgemein muss gesagt werden, dass die Prognosen gerade in einer solchen komplexen Wetterlage immer nach bestem Wissen und Gewissen sowie auf dem Stand der Technik gemacht werden, aber natürlich mit Unsicherheiten behaftet sind.

    Die Kulturwehre Kehl/Straßburg und Breisach waren über die Nacht zum Dienstag personell besetzt, um die weitere Entwicklung zu beobachten. Alle Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz der einsatzbereiten IRP-Räume wie Absperrung der Zugänge, Einsatzbereitschaft der Betriebsanlagen und der Schutzmaßnahmen in den Ortslagen wurden im Vorfeld getroffen. Der Dauerstau des Kulturwehres Kehl/Straßburg wurde in der Nacht zum Dienstag bei Überschreiten von 2.800 Kubikmetern Wasser pro Sekunde am Pegel Kehl/Kronenhof gemäß Reglement vorabgesenkt, um zusätzliches Volumen für eine mögliche Hochwasserrückhaltung bereitzustellen.  

    Die Einsatzbereitschaft der Anlagen wird bis zum Durchgang der Hochwasserwelle in Maxau am heutigen Abend aufrechterhalten. Nach den weiteren Vorhersagen im Rheineinzugsgebiet wird sich die Lage wieder deutlich entspannen. Außerdem sind in den nächsten Tagen keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

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Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de