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  • Abteilung 4
    24.01.2018
    Nasser Boden und Materialknappheit sorgen bei L 170 zwischen Bonndorf und Schattenmühle (Kreis Waldshut) zu weiterer Verzögerung
    Regierungspräsidium Freiburg und Baufirma gehen momentan von einer Öffnung frühestens Ende März aus

    Der Plan war ambitioniert: Das Regierungspräsidium Freiburg wollte den Hangrutsch auf der L 170 zwischen Bonndorf und Schattenmühle (Kreis Waldshut) noch vor dem Winter sanieren und die Straße zu Weihnachten wieder freigeben. Leider hat das Wetter dieser Absicht einen Strich durch die Rechnung gemacht: Ausschlaggebend waren der milde Winter und die starken Niederschläge, die zu äußerst schlechten Bodenverhältnissen geführt haben. Regierungspräsidium und Baufirma gehen inzwischen davon aus, dass die Straße erst Ende März wieder geöffnet werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

    Natürlich war es den Bauherren von Beginn an klar, dass die Baustelle in den Winter hineinkommt und dass in dieser Zeit im Schwarzwald mit Frost und Schnee zu rechnen sei, so Maren Schäpers, Sachgebietsleiterin beim Regierungspräsidium Freiburg. Frost im Boden wäre bei dem geplanten Bauverfahren (Stabilisierung des Untergrunds mittels Bohrpfählen) kein Problem gewesen. Der frostempfindliche Asphalt sollte mit nur wenigen Zentimetern eingebaut und im Frühjahr dann vollendet werden.

    Leider kamen nun verschiedene Faktoren zusammen: Die vorgefundenen Bodenverhältnisse waren bereits schlechter als die zahlreichen Voruntersuchungen erwarten ließen. Der Starkregen Anfang Januar sorgte dann dafür, dass der Boden vollkommen durchnässt war. Hinzu kommt noch, dass im Winter sämtliche Asphaltmischanlagen und Betonwerke im Umkreis geschlossen sind und in die Revision gehen. Bis März wird deswegen auch kein Material mehr zu bekommen sein.

    Die Vorbereitungen für den Einbau des Asphalts sollen so bald wie möglich weitergehen. Man befinde sich jedoch nun erst einmal in Wartestellung. Der Boden ist derzeit noch vollkommen aufgeweicht und es wird noch etwas dauern, bis er wieder für die Baumaßnahmen ausreichend trocken ist. Sobald das absehbar ist, wird die Baufirma wieder vor Ort sein und weiter bauen. Bis dahin braucht es Geduld, heißt es aus Freiburg.

    Die Bodenverhältnisse und Witterung wirken sich jedoch nicht nur negativ auf die Bauzeit aus, auch die Baukosten von bisher geschätzten 750.000 Euro sind deutlich gestiegen. Mittlerweile werden diese auf 1,35 Millionen Euro bis zur Fertigstellung beziffert. Trotz Kostensteigerung bleibt das Regierungspräsidium bei seiner Einschätzung, dass die Maßnahmen sinnvoll sind. Könnten die betroffenen 150 Meter Straße nicht gegen das Abrutschen gesichert werden, müsste ein Streckenabschnitt von rund zwei Kilometern dauerhaft aus dem Netz genommen werden, was insbesondere für den Schwerverkehr Umwege von bis zu 40 Kilometer bedeuten würde.

    Das Regierungspräsidium Freiburg bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sowie die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner der Umleitungsstrecken um Verständnis. Es wurde bereits mehrfach beobachtet, dass Pkw- und Lkw-Fahrer trotz Verbot und fehlender Fahrbahn den Bauabschnitt zu durchqueren versuchen, was schon etliche Schäden hinterlassen hat. Die Vollsperrung ist, auch zur eigenen Sicherheit, unbedingt einzuhalten.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de