Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • Biosphärengebiet Schwarzwald
    26.01.2018
    70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassen sich mit unterschiedlichen Themen rund um die Landwirtschaft im Biosphärengebiet Schwarzwald
    Team der Geschäftsstelle stellt aktuelle Arbeit vor // Offenhaltung der Landschaft wird ein wichtiger Schwerpunkt

    Einen ganzen Tag drehte sich alles um das Thema „Landwirtschaft in der Biosphäre“, bei dem das Team der Geschäftsstelle mit etwa 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über unterschiedliche Aspekte diskutierte und ihre Arbeit vorstellte. Zusätzlich gab es interessante Impulsreferate zu verschiedenen ergänzenden Fachthemen. Mit dieser Veranstaltung ist jedoch erst der Auftakt gemacht, denn in Zukunft sollen regelmäßige Veranstaltungen und Infoangebote zur Landwirtschaft folgen, heißt es in einer Pressemitteilung des Biosphärengebiets Schwarzwald beim Regierungspräsidium Freiburg.

    Mit dieser Veranstaltung griff das Team eine Anregung seitens der Landwirte im Biosphärengebiet gezielt auf. Geschäftsführer Walter Kemkes begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte Team und Arbeitsfelder vor. Dr. Manuela Bacher-Winterhalter, gemeinsam mit Lena Kaiser zuständig für Landnutzung, erläuterte, dass Land- und Forstwirte im Biosphärengebiet keine zusätzlichen Einschränkungen bei der Nutzung zu erwarten haben.

    Anschließend erläuterte Jan Faßbender vom Team der Geschäftsstelle erste Ansätze im Bereich Regionalvermarktung. Agraringenieur Dr. Lukas Kiefer stellte die Ergebnisse seiner vom Biosphärengebiet geförderten Studie zur Entwicklung eines Vermarktungskonzepts für das Hinterwälder Rind vor. 88 Landwirte hatten sich an einer Umfrage zum Viehbestand, genutzten und gewünschten Absatzwegen beteiligt. Als nächster Schritt geht es nun um eine mögliche Vermarktungsstrategie, die gemeinsam mit den Viehhalterinnen und Viehhaltern entwickelt werden soll.

    Tanja Steinebrunner, Bürgermeisterin von Fröhnd, informierte über die Pläne für eine Marktscheune, in der nicht nur regionale Produkte angeboten werden, sondern die sich auch als Treffpunkt für Einheimische und Gäste dienen könnte. Michael Kauffmann, Dezernent Ländlicher Raum am Landratsamt Lörrach, berichtete über die Diskussion zu einer möglichen künftigen Reaktivierung des bestehenden Schlachthofs Schönau im Schwarzwald. Details stehen aber noch nicht fest, sondern sind Gegenstand weiterer Gespräche. Hintergrund ist, dass die Nutzung des bisherigen Schlachthofs Lörrach in nächster Zeit nicht mehr möglich sein wird.

    Nach der Mittagspause ging es darum, wie das bestehende Landschaftsbild auch künftig erhalten werden kann und welche Rolle dabei die Landwirte spielen werden. Das Thema ist hierbei, wie die Landschaft auch in schwieriger Topographie dauerhaft offen gehalten werden und wie die Landwirte für ihren Einsatz einen angemessenen Ertrag erwirtschaften können. Dabei ging es auch um die Frage, wie der fortlaufenden Zunahme des Waldes durch die natürliche Sukzession effektiv entgegengetreten werden kann. Christoph Huber vom Team der Geschäftsstelle verdeutlichte, dass hier keine Radikalkur hilft, sondern dass es differenzierte Pflegeansätze braucht.

    Die beiden Referenten aus der Forstverwaltung, Tilmann König (Regierungspräsidium Freiburg) und Niels Drobny (Landratsamt Lörrach) zeigten anhand eines vereinfachten formalen Verfahrens einen praktikablen Weg auf, wie ungewolltes Zuwachsen von vorher offen gehaltenen Flächen verhindert werden kann. Dies ist normalerweise nur sehr eingeschränkt rechtlich möglich, da der Wald an sich durch das einschlägige Gesetz stark geschützt ist.

    Das neue Team des Landschaftserhaltungsverbands Lörrach stellte sich vor. Simona Moosmann und Hannes Röske stehen seit etwa einem halben Jahr als Ansprechpartner  zur Verfügung und beraten die Landwirte ganz konkret bei der Methodenauswahl, um das Landschaftsbild auf einer präzisen Fläche zu erhalten und geben auch Auskunft über mögliche Förderungen.

    Michael Nödl vom Badischen Landwirtschaftlicher Hauptverband (BLHV) informierte über die rechtlichen Verhältnisse in Wald und Flur. Dabei machte er anhand von Praxisbeispielen deutlich, dass landwirtschaftlich oder forstlich genutzte Flächen nicht einfach so von jedermann zu jeder Zeit betreten und für Freizeitaktivitäten genutzt werden können. Dabei haben sich Wanderer und Mountainbikerinnen an den Bedürfnissen der Eigentümer zu orientieren, doch dieser notwendige Respekt kommt im Alltag nach Meinung des BLHV streckenweise unter die Räder.

    Abteilungspräsident Dieter Blaeß vom Regierungspräsidium Freiburg stellte sich bei der tatsächlich genutzten landwirtschaftlichen Fläche in Abgrenzung zum Wald und zur Investitionsförderung den Fragen der Gäste. Es kam zu einer lebhaften Diskussion zwischen ihm und den Teilnehmenden. Die andiskutierten Themen werden auch eine Rolle bei der weiteren Veranstaltungsplanung des Biosphärenteams spielen – so auch beim großen Säulenworkshop am 5. Februar in Häusern.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de