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  • Abteilung 5
    02.02.2018
    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht würdigt grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Welttag der Feuchtgebiete im elsässischen Rhinau
    Seit zehn Jahren kooperieren Deutschland und Frankreich erfolgreich im RAMSAR-Gebiet Oberrhein // Thema der Fachtagung „Feuchtgebiete für eine nachhaltige urbane Zukunft“

    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht hat beim Welttag der Feuchtgebiete im elsässischen Rhinau die erfolgreiche grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein gewürdigt. Anlass war das zehnjährige Bestehen der gemeinsamen Feier zu diesem Welttag, den seit 2008 das Land Baden-Württemberg gemeinsam mit der heutigen Région Grand-Est, der DREAL Grand-Est und „Alsace Nature“ im deutsch-französischen RAMSAR-Gebiet „Oberrhein – Rhin superieur“ ausrichten. Das berichtet das Regierungspräsidium Freiburg in einer Pressemitteilung.

    Klemens Ficht sagte in seinem Grußwort: “Das erfordert die Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen, offen zu sein für die Anforderungen des Gegenübers und des Nachbars. Diese Bereitschaft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich hoffe, dass uns diese Offenheit auch in Zukunft weitere werthaltige Initiativen bringt.“ Die Veranstaltung in der Festhalle in Rhinau (Bas-Rhin) war in eine Fachtagung mit rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eingebettet, die sich mit dem Thema „Feuchtgebiete für eine nachhaltige urbane Zukunft“ befasst hat.

    Für eine nachhaltige Zukunft der urbanen Räume sei es von existentieller Bedeutung, ein Gleichgewicht zwischen den widerstrebenden Ansprüchen von Nutzung und Schutz zu finden, hieß es in der Einladung. Im Rahmen des diesjährigen Welttags sollte beleuchtet werden, wie ein solches Gleichgewicht praktisch aussehen kann. Neben diesem Thema ging es auch um grenzüberschreitende Projekte in Feuchtgebieten, die am späten Vormittag vorgestellt wurden.

    Am Nachmittag standen drei Exkursionen auf die Insel Rhinau, ins benachbarte Daubensand und ins Naturschutzgebiet Taubergießen nach Kappel-Grafenhausen auf dem Programm. Bereits seit zehn Jahren arbeiten Deutschland und Frankreich im Ramsargebiet am Oberrhein zusammen, weswegen auch die nationale französische Veranstaltung zum Aktionstag am 2. Februar dieses Mal gemeinsam mit der deutschen ausgerichtet worden ist.

    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht sagte als Vertreter des Landes Baden-Württemberg, dass diese gemeinsame Feier und Tagung eine „große Ehre und Anerkennung für die langjährige grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ sei. Die inhaltlichen Themen hätten sehr viel damit zu tun, unterschiedliche Bedürfnisse, Interessen und Ziele, aber auch Denkweisen miteinander in Einklang zu bringen.“ Bei einer solchen Herausforderung nutze eine Bündelungsbehörde wie das Regierungspräsidium die Ideen des Projektmanagements. So gibt es beispielsweise für die Revitalisierung des Taubergießens einen Lenkungsausschuss mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren, aber auch darüber hinaus fachübergreifende Arbeitsgruppen mit festen Jourfixen, Projekt-AGs und gemeinsamen Veranstaltungen.

    „Das Ramsargebiet Oberrhein von nördlich von Basel bis südlich von Karlsruhe besitzt mit seiner hohen Dichte an Schutzgebieten eine unglaublich hohe Wertigkeit“, betonte der Vizepräsident. Er sprach dazu die zahlreichen spezifischen Pflanzen- und Tierarten an oder die wichtige Funktion als Trinkwasserspeicher, die es in der Raumschaft noch stärker sichtbar zu machen gelte. „Es wäre aus Sicht des Regierungspräsidiums Freiburg daher sehr zu begrüßen, dieses RAMSAR-Schutzgebietslabel noch stärker bewusst zu machen und stärker zu nutzen“, sagte Ficht. Mit der Eröffnung der ökologischen Station im Taubergießen sei im Oktober 2017 ein weiterer sichtbarer Erfolg auf lokaler Ebene gelungen. 

    „Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden auf deutscher Seite und unserer Gastgeberstadt Rhinau ist hierbei beispielhaft und unverzichtbar. Aufbauend auf dieser engen und vertrauensvollen Kooperation wünsche ich mir, weitere zukunftsweisende Projekte gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort auf den Weg zu bringen. Gemeinsam kann uns in der Oberrheinregion noch viel gelingen“, sagte der Regierungsvizepräsident abschließend.

    Hintergrundinformationen:

    Die RAMSAR-Konvention ist ein internationales Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten internationaler Bedeutung, insbesondere als Lebensraum für Wat- und Wasservögel. Die Konvention ist nach der Stadt Ramsar im Iran benannt, in der 1971 die Verhandlungen zudem Abkommen stattfanden. Es handelt sich um das älteste und bedeutendste globale Naturschutzabkommen, das bislang 158 Staaten unterzeichnet haben. Die Vertragsstaaten haben weltweit bislang 1828 Gebiete mit einer Gesamtfläche von über 169 Millionen Hektar gemeldet. In Baden-Württemberg wurden neben dem Oberrhein die Naturschutzgebiete Wollmatinger Ried und Mindelsee als Ramsar-Gebiete benannt.

     

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