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  • Abteilung 5
    22.02.2018
    Kulturwehr Breisach: Regierungspräsidium Freiburg startet nach Kampfmittelerkundung mit dem Bau des Fischpasses am Möhlinwehr bei Breisach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald)
    Anfang des Frühjahrs ist ein Tag der offenen Baustelle vorgesehen // Großes Verständnis der Bürgerinnen und Bürger gelobt
     Kulturwehr Breisach: Regierungspräsidium Freiburg startet nach Kampfmittelerkundung mit dem Bau des Fischpasses am Möhlinwehr bei Breisach

    Die vom Regierungspräsidium Freiburg beauftragten zusätzlichen Kampfmittelsondierungen am künftigen Fischpass an der Möhlin bei Breisach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurden erfolgreich abgeschlossen, sodass jetzt der Bau der Fischauf- und -abstiegsanlage beginnen kann. „Der Baufortschritt wird nun weithin sichtbar und nimmt Formen an“, freuen sich deshalb auch Projektleiter Peter Gültner und Bauleiter Jörg Schlepphorst vom Regierungspräsidium Freiburg laut einer Pressemitteilung der Behörde.

    Tag für Tag werden die Abmessungen des Fischpasses deutlich erkennbarer. Mit bis zu 16 Meter langen und bis zu sechs Tonnen schweren Spundbohlen wird die Baugrube hergestellt. Hierzu werden die Eisenprofile mit einer Vibrationsramme erschütterungsarm in den Untergrund einvibriert und ergeben so Bohle für Bohle eine wasserdichte und stabile Einfassung. Im Anschluss werden - wie auch an den bereits fertig gestellten Baugruben der Einlaufbauwerke - in den Untergrund der zuvor ausgehobenen Baugrube Bohrpfähle als Anker für die wasserdichte Betonsohle im Möhlinkies hergestellt. Nachdem die Baugrube dann gelenzt, also mittels Pumpen trocken gelegt wird, kann mit dem Betonbau begonnen werden.

    Mit dem Fischpass wird die bestehende Barriere zwischen Möhlin und Rhein überwunden. Fische können damit künftig über die Möhlin und die bereits angelegten Schluten im Breisacher Rheinwald sowie über die im Bau befindlichen, nördlichen Einlaufbauwerke und deren Fischpässe in den Rhein aufsteigen oder über den Rhein in die angrenzenden Auegewässer und die Möhlin zum Auffinden geeigneter Laichhabitate wandern.

    Der reibungslose Ablauf auf der Baustelle ist neben der guten Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten auch dem großen Verständnis der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. „In zahlreichen persönlichen Gesprächen am Rande der Baustelle werden wir angesprochen und geben gerne und ausführlich Auskunft“, so Bauleiter Jörg Schlepphorst. Um im Weiteren um Verständnis für die unvermeidlichen Einschränkungen zu werben und gleichzeitig den ökologischen Gewinn durch die Fischpässe deutlich zu machen, wird das Regierungspräsidium Anfang des Frühjahres einen Tag der offenen Baustelle organisieren. „Hoffentlich ist es dabei etwas trockener als beim Termin an den Einlassbauwerken“, fügt Projektleiter Gültner augenzwinkernd hinzu. Der letzte Termin im Winter 2017 fiel bei starkem Regen beinahe ins Wasser, war aber trotz Dauerregens gut besucht, was das Interesse am laufenden Projekt verdeutlicht.

    Hintergrundinfos:

    Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Konzept des Landes Baden-Württemberg, das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume umfasst. Mit dem Bau des Hochwasserrückhalteraumes Kulturwehr Breisach können nach Fertigstellung zusätzlich rund 9,3 Millionen Kubikmeter Hochwasser zurückgehalten werden und so zum Hochwasserschutz für die Rheinunterlieger beitragen.

    Ansprechpartner beim Regierungspräsidium Freiburg für Fragen sind Peter Gültner unter Telefon 0761/208-4256 und Jörg Schlepphorst unter Telefon 0761/208-4260. Weitere Informationen zum IRP finden Sie im Internet unter www.irp-bw.de.

     

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
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79083 Freiburg



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EMail markus.adler@rpf.bwl.de

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Stellv. Pressereferent
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