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  • Abteilung 9
    16.04.2018
    Erdbeben in Baden-Württemberg vom Mittelalter bis heute
    Vortrag am Dienstag, 24. April, im Kollegiengebäude I der Universität Freiburg

    Baden-Württemberg ist das Bundesland mit den häufigsten Erdbeben in Deutschland. In den vergangenen fünf Jahren wurden alle seismischen Ereignisse im Land in einem großangelegten Forschungsvorhaben systematisch erfasst, und zwar mit einer beeindruckenden historischen Tiefenschärfe. Jetzt ist das Projekt mit dem offiziellen Namen „Seismologische und geschichtswissenschaftliche Bearbeitung des Erdbebenkatalogs Baden-Württemberg von 1000 n. Chr. bis heute und datenbankkompatible Erfassung der Erdbebendaten“ abgeschlossen. 

    Aus dem Projektteam präsentieren Uwe Braumann (Historiker) und Wolfgang Brüstle (Seismologe) die Ergebnisse am 24. April im Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Alemannischen Instituts und der landesgeschichtlichen Abteilung des Historischen Seminars der Universität Freiburg. Kooperationspartner ist das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg, bei dem das Projekt auch angesiedelt war. 

    Hinweise auf Erdbeben lassen sich in Chroniken, Protokollen, Kirchenbüchern, Briefen, Tagebüchern und vielen anderen Quellen finden. Uwe Braumann wertete bei der Suche nach historischem Quellenmaterial mehr als 1100 Berichte über Erdbebenereignisse aus. Ungefähr 700 dieser Belegstellen waren bislang unbekannt. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Fragebögen zu seismischen Ereignissen archiviert, die ebenfalls in die Ergebnisse einflossen.

    Diese historischen Hinweise wurden anschließend seismologisch aufgearbeitet und, soweit möglich, quantifiziert. Seit den 1960er Jahren liegen mit den seismographischen Messungen auch Stärkebestimmungen nach der Richterskala vor. 

    All diese Daten wurden in eine digitale Datenbank überführt und können so  miteinander verknüpft werden. Damit kann man zum Beispiel für jeden Ort in Baden-Württemberg eine digitale „Erdbebengeschichte“ erstellen. Außerdem lässt sich die Erdbebenhäufigkeit über lange Zeiträume hinweg nachvollziehen und daraus die Erdbebenwahrscheinlichkeit berechnen.

    Termin und Ort: Dienstag, 24.04.2018, 18.15 h, Universität Freiburg, Kollegiengebäude I, HS 1015. Dr. Wolfgang Brüstle (Schallstadt) und Dr. Uwe Braumann (Freiburg): Erdbeben in Baden-Württemberg vom Mittelalter bis heute. Geschichtswissenschaftliche Recherchen und seismologische Auswertungen. Vortrag in Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte und dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
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79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
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EMail markus.adler@rpf.bwl.de

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