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  • Abteilung 1
    06.06.2018
    Regierungspräsidium Freiburg beteiligt sich an bereits lange geplanter französischer Notfallübung zum Kernkraftwerk Fessenheim am Dienstag, 12. Juni
    Verwaltungsstab testet die Zusammenarbeit mit anderen Behörden und im grenzüberschreitenden Austausch // In Frankreich werden auch öffentlich wahrnehmbare Maßnahmen ergriffen

    Das Regierungspräsidium Freiburg beteiligt sich mit seinem Verwaltungsstab unter Leitung von Regierungsvizepräsident Klemens Ficht an der bereits lange geplanten französischen Notfallübung im Kernkraftwerk Fessenheim am Dienstag, 12. Juni, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde. Die Übung des Verwaltungsstabs dient der Überprüfung der Zusammenarbeit der Notfallorganisation mit externen Notfallorganisationen auch im grenzüberschreitenden Kontext. Die Auswirkungen der Übung werden in Frankreich auch öffentlich sichtbar sein. Die letzte gemeinsame Übung zum Kernkraftwerk Fessenheim war 2013.

    Auf der deutschen Seite üben die Verwaltungen den Ablauf einer Meldekette und die Kommunikationswege, ohne dass reale Maßnahmen vor Ort ergriffen werden. Die Szenarien französischer Übungen werden zentral in Paris entwickelt und sind weder den Behörden im Elsass noch in Südbaden im Detail bekannt. Simuliert wird vermutlich ein schnell ablaufendes Ereignis in Form eines Störfalls, bei dem es im Laufe der etwa zehnstündigen Übung auf deutscher Seite auch zur Freisetzung von Radioaktivität kommen wird. Da mit Echtwetter und einem realistischen Ablauf ohne künstlichen Zeitdruck gearbeitet wird, ist das Szenario auch nicht im Vorhinein komplett festgelegt.

    Die französischen Behörden haben sich bei dieser Übung das Ziel gesetzt, den eigenen neuen Notfallplan der Präfektur Haut-Rhin im Zusammenspiel mit dem Notfallplan der EDF zu erproben, den Informationaustausch mit Deutschland und der Schweiz zu testen und dabei neue zweisprachige Alarmierungsbulletins anzuwenden sowie eine neue Software zur Lagebeurteilung einzusetzen.

    Weiterhin beziehen die französischen Behörden Gemeinden im Umkreis des Kernkraftwerks durch konkrete Maßnahmen mit ein, die auch in Deutschland wahrnehmbar sein können: Die Bevölkerung wird über Sirenen und Telefon alarmiert, es werden Kommunikationswege über Radio und Fernsehen real beübt, und Kinder und Jugendliche in Schulen und Kindergärten werden während der Übung vor Ort Abläufe eines realen Einsatzes (wie das Verbleiben im Gebäude) simulieren.

    Die Gendarmerie wird Straßen sperren, und es werden Messtrupps aus verschiedenen Landesteilen vor Ort in den Einsatz gehen, um ihre Technik gemeinsam zu testen. Da die Maßnahmen auch von deutscher Seite beobachtet werden können, dient diese Pressemitteilung auch der Information der Bevölkerung. In Fessenheim selbst gibt es am Donnerstag, 7. Juni, eine öffentliche Veranstaltung (Beginn: 18 Uhr in der dortigen Festhalle), in der die französischen Behörden über die dort auf zwei Tage angesetzte Übung informieren werden.

    Auf deutscher Seite sind die Übungsziele der Test der grenzüberschreitenden Kommunikationswege und –mittel, der reibungslose Informationsaustausch mit den französischen Behörden, der Austausch von Messdaten mit Hilfe der neuen französischen Software, die Abstimmung der Medienarbeit und die Anwendung des deutschen Katastropheneinsatzplans zum KKW Fessenheim sowie der dazugehörigen Alarmierungswege.

    Auf französischer Seite üben die Belegschaft des Kernkraftwerks Fessenheim, die Präfektur des Départements Haut-Rhin, die Atomaufsichtsbehörde ASN und weitere Stellen auf nationaler Ebene. Neben dem Regierungspräsidium Freiburg sind in Deutschland das baden-württembergische Umweltministerium, das Bundesamt für Strahlenschutz, die Landratsämter Breisgau-Hochschwarzwald und Lörrach, die Stadt Freiburg dabei sowie verschiedene Hilfsorganisationen (DRK, Malteser und THW), das Bezirksverbindungskommando der Bundeswehr aktiv und das Regierungspräsidium Karlsruhe als Beobachter präsent.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de