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  • SGZE
    08.06.2018
    „Europa macht’s möglich“: Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Nehmen Sie Europa für sich in Anspruch!‘"
    Regierungspräsidentin besucht Betriebe in der Ortenau, die sich in der grenzüberschreitenden Ausbildung engagieren

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer besucht im Rahmen der Kampagne „Europa macht’s möglich“ im Mai und Juni gezielt erfolgreiche Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Freiburger Behördenchefin erläutert dazu laut einer Pressemitteilung: „Anhand konkreter Beispiele möchte ich zeigen, wie ein geeintes Europa den Menschen im Alltag viele Vorteile bietet.“

    Am Donnerstag (7. Juni) stattete sie hierzu Firmen im Ortenaukreis, die junge Französinnen und Franzosen ausbilden, einen Besuch ab. Das spezifisch deutsch-französische Modell „Grenzüberschreitende Ausbildung“ sieht vor, dass französische Jugendliche die Möglichkeit haben, im Rahmen ihrer dualen Ausbildung oder ihres dualen Studiums den theoretischen Teil in einer Berufsschule im Elsass, den praktischen Teil aber in einem Betrieb auf der deutschen Seite zu absolvieren.

    Umgekehrt funktioniert es auch: Jugendliche aus dem deutschen Teil des Oberrheingebiets können den theoretischen Teil ihrer Ausbildung oder ihres dualen Studiums auf der deutschen Seite und den praktischen Teil auf der französischen Seite absolvieren. Das Modell wurde im Jahr 2013 von 28 französischen und deutschen institutionellen Akteuren durch Abschluss einer Rahmenvereinbarung ins Leben gerufen. Beraten werden die angehenden Auszubildenden von zwei EURES-T-Fachexperten für grenzüberschreitende Ausbildung. 

    Für den Abwasserzweckverband Raum Offenburg ist die Ausbildung eines jungen Franzosen eine Premiere. Amane Magnier hat schon in der Grundschule Deutsch gelernt. Bald war ihm klar, dass er später einmal gerne in Deutschland arbeiten würde. Das Modell der grenzüberschreitenden Ausbildung erleichtert den Einstieg in die berufliche Laufbahn im Nachbarland, da die Jugendlichen den komplexen Theorieteil der Ausbildung in ihrer Muttersprache absolvieren können, gleichzeitig verbessern sie aber im deutschen Betrieb automatisch ihre Fremdsprachenkenntnisse.

    In Frankreich gibt es bereits nach zwei Jahren den berufsqualifizierenden Abschluss, in Deutschland dauert die Ausbildung in der Regel drei Jahre. Jungen Franzosen wird es deshalb ermöglicht, im dritten Jahr in die deutsche Berufsschule einzusteigen, um auch den deutschen Abschluss zu validieren. Magnier wird hiervon Gebrauch machen und im dritten Lehrjahr an der Kerschensteinerschule in Stuttgart den Abschluss zur Fachkraft für Abwassertechnik machen. Beim Besuch des Verbandsklärwerks wurde Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner begleitet.

    Das Team des BAV Instituts für Hygiene und Qualitätssicherung in Offenburg ist schon lange international aufgestellt. Seit September 2017 wird es durch die Studentin Alison Heyer verstärkt, die derzeit noch den einjährigen Praktikumsteil ihres dualen Studiums im Bereich Molekular- und Zellbiologie in dem akkreditierten Labor für Lebensmittel-, Kosmetik- und Arzneimittelunternehmen absolviert und dort anschließend als Kundenberaterin arbeiten wird. Frau Heyer schätzt die deutsche Mentalität, wie sie sagt, das Institut wiederum ist dankbar, in Zeiten großen Fachkräftemangels auf Bewerberinnen und Bewerber aus dem Nachbarland zurückgreifen zu können.

    Für die S&G Automobil AG in Kehl sind französische Auszubildende besonders wertvoll, da ein großer Teil der Kunden aus Frankreich kommt. Der Leiter für den Kundendienst erklärte, dass sie nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigten, die Französisch sprechen, sondern auch die Mentalität der Franzosen leben und verstehen können. Die Auszubildenden Loïc Schaeffer und Gilles Strasser sind deshalb höchst willkommen. Beim Besuch der S&G Automobil AG wurde Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer von Oberbürgermeister Toni Vetrano begleitet.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer dankte den jungen Menschen für ihren Mut, diesen Schritt gegangen zu sein, und bestärkte sie in ihren Zukunftsplänen: „Bleiben Sie nicht auf Ihr Heimatland fixiert! Nehmen Sie für sich in Anspruch, überall in Europa arbeiten zu können! Nehmen Sie Europa für sich in Anspruch!“

     

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