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  • Abteilung 5
    12.06.2018
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Mehrwert des Biosphärengebiets Schwarzwald für die Menschen und die Natur zeigt sich bereits sehr deutlich“
    Erster Jahrestag der UNESCO-Anerkennung // Bereits über eine Million Euro für die Region an Fördermitteln bewilligt
    Vor genau einem Jahr, am 14. Juni 2017, hat die UNESCO das Biosphärengebiet Schwarzwald international anerkannt. „Diese Initialzündung hat im Südschwarzwald eine Aufbruchstimmung erzeugt. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort hat die Geschäftsstelle des Biosphärengebiets in Schönau bereits zahlreiche Projekte für die Modellregion zur nachhaltigen Entwicklung gestartet und damit Landwirtschaft, Naturschutz, Regionalentwicklung, Tourismus, Bildung und Kultur gestärkt“, betonte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer anlässlich des Jahrestages. 
    Im Rahmen des Förderprogramms des Biosphärengebiets sowie über weitere Projekte zum Beispiel in der Forschung und der Öffentlichkeitsarbeit seien bislang rund 750.000 Euro in die Region geflossen – darunter 130.000 Euro an Drittmitteln. In diesem Jahr stehen 23 weitere Förderprojekte mit einem Fördervolumen von insgesamt 281.000 Euro an. Darüber hinaus haben die Fraktionen des Landtags 400.000 Euro bereit gestellt.
    „Damit zeigt sich der Mehrwert des Biosphärengebiets für die Menschen und die Natur in der Region bereits sehr deutlich“, so Bärbel Schäfer. Ziel sei es, die einzigartige Kulturlandschaft des Südschwarzwalds zu erhalten und die wirtschaftliche Entwicklung im Einklang mit der Natur zu fördern. Die in Schönau eingerichtete Geschäftsstelle mit inzwischen acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat sich im ersten Jahr als Anlauf- und Servicestelle bewährt. Kontakte mit Partnern aus der Wirtschaft, dem Naturschutz und dem Bildungsbereich wurden geknüpft. Mit dem Naturpark Südschwarzwald wurde eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. „Wir wollen das Biosphärengebiet gemeinsam mit der Bevölkerung voran bringen. Schon jetzt lässt sich erkennen, dass im Südschwarzwald ein Biosphärennetzwerk entsteht, das stetig wächst und gedeiht“, so Geschäftsführer Walter Kemkes.
    Er fasste die Arbeitsschwerpunkte im zurück liegenden Jahr zusammen: So hat die Geschäftsstelle eine Junior Ranger Gruppe eingerichtet und eine Studie zur Vermarktung von Hinterwälderrindern mit großer Beteiligung der Landwirtschaft gestartet. Mit den so genannten Säulenveranstaltungen wurden Strukturen zur Bürgerbeteiligung etabliert. Das erste Biosphärenfest in Bernau war mit rund 2000 Besucherinnen und Besuchern ein voller Erfolg. Darüber hinaus warb die Geschäftsstelle auf Märkten und Messen für das Schutzgebiet und bildete Gästeführer fort.
    Walter Kemkes erläuterte zudem die wichtigsten Vorhaben im laufenden Jahr: Vor der Tür steht das bundesweite Junior Ranger Camp vom 13. bis 16. Juli in Bernau. Im Rahmen einer internationalen Studie zur Akzeptanz von Biosphärengebieten wurden im Mai rund 3000 Haushalte angeschrieben. Ein Pilotprojekt zum Erhalt des Grünlands im Südschwarzwald soll gestartet werden. Zudem steht die Produktion eines Imagefilms auf dem Programm sowie die Beschilderung der Eingangsstraßen ins Biosphärengebiet.
    Darüber hinaus wird aktuell eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die das von der UNESCO geforderte Rahmenkonzept für das Biosphärengebiet auf den Weg bringt. Bereits am Mittwoch und Donnerstag in dieser Woche werden hochrangige Naturschützer und Naturschützerinnen des Landes das jüngste Biosphärenreservat Deutschlands in Augenschein nehmen: Der Fachausschuss für Naturschutzfragen beim Landesbeirat für Natur- und Umweltschutz tagt in Schönau.
     

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