Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • SGZE
    14.06.2018
    Europa macht’s möglich: 4,7 Millionen Euro an Fördergeld für fünf neue Projekte in der grenzüberschreitenden Oberrheinregion
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Unterstützung aus Brüssel wirkt sich unmittelbar positiv auf den Alltag der Menschen aus“ // Neuer Ausbildungsgang und Fahrradwege unter den Projekten

    Die Europäische Union fördert fünf neue Projekte im Oberrheingebiet mit insgesamt 4,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im INTERREG-Programm. Der Begleitausschusses entschied dies heute im pfälzischen Neustadt/Weinstraße unter Vorsitz der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.

    Bärbel Schäfer: „Wir können dank Unterstützung aus Brüssel heute Projekte auf den Weg bringen, die sich für viele Menschen am Oberrhein unmittelbar positiv auf ihren Alltag auswirken: Ein neuer Radweg oder ein neuer Ausbildungsgang, sind konkrete Angebote, die das Leben hier in der Grenzregion aufwerten und sichtbare Vorteile bringen.“

    Auf den Fachkräftemangel im Bereich der Heilerziehungspflege reagiert das Projekt „Binationale Doppelqualifikation Heilerziehungspflege (Do qua HEP-ME)“. Ziel des Projektes ist es, ein Ausbildungsangebot in diesem Beruf aufzubauen, das sowohl in Deutschland als auch in Frankreich anerkannt wird. Zudem werden die Auszubildenden mit Sprachkursen und Praktika in beiden Ländern gefördert, um sie so gut wie möglich für die Arbeit im Nachbarland zu wappnen. Träger ist die Evangelische Fachschule für Heilerziehungspflege der Diakonie in Kehl-Kork (Ortenaukreis), die rund 360.500 Euro erhält.

    Die Förderung des Radtourismus tragen zwei Projekte Rechnung. Ein Projekt liegt im nordelsässischen Gebiet Sauer-Pechelbronn mit dem benachbarten Dahner Felsenland in der Südpfalz sowie das grenzüberschreitende Dreiländergebiet um Basel. In den Projekten soll eine bessere Anbindung der Fahrradwege und eine bessere Beschilderung über die Grenze hinweg geschaffen werden. Zudem sollen neue Radkarten erstellt und an die Radtouristen verteilt werden. Der Radweg zwischen Nord-Elsass und der Pfalz erhält 1,1 Millionen Euro, der Weg in Basel 216.600 Euro.

     Ziel des Projektes „SuMo-Rhine – Förderung der nachhaltigen Mobilität in der Oberrheinregion“ ist es, die am Oberrhein existierenden grenzüberschreitenden Verkehrssysteme am Beispiel der Ballungsräume Straßburg und Basel umfassend zu analysieren und zu bewerten. Anhand dieser Informationen werden die Partner nicht nur die Effizienz und die Auswirkungen der aktuellen Mobilitätspolitik, sondern auch Möglichkeiten zur Verbesserung eines umweltfreundlicheren Verkehrsangebots in der Oberrheinregion aufzeigen können. Dazu erhält das Karlsruher Institut für Technologie sowie das deutsch-Französische Institut für Umweltforschung (DFIU) 1,46 Millionen Euro.
     
    Das Projekt „ECOSERV“ möchte Politikern und Behörden Entscheidungshilfen an die Hand geben, die die Qualität von Ökosystemdienstleistungen im Oberrheingebiet verbessern sollen. So nennt man alle den Menschen nutzenbringende Wirkungen der Natur, wie beispielsweise die Bereitstellung von Trinkwasser und Brennholz oder die natürliche Bodenbildung zum Anbau von Obst und Gemüse. Anhand des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen soll eine Auswahl solcher für den Menschen nützlicher Funktionen erfasst und analysiert werden. Träger ist die Universität Koblenz-Landau, die 1,72 Millionen Euro bekommt.
     
    Wie die EU konkret in den nachhaltigen Wein- und Gartenbau investiert, hat Staatssekretär Andy Becht bei einem Rundgang durch die Labore des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz anschaulich dargestellt. Vorgestellt wurden vier aktuelle INTERREG-Projekte, in denen das DLR als wichtiger Akteur in der wein- und gartenbaulichen Beratung involviert ist.
     
    Weitere Informationen:
    Im Begleitausschuss des Programms INTERREG V Oberrhein versammeln sich die politischen Vertreter aus der Süd-Pfalz, Baden, dem Elsass und der Nordwest-Schweiz. Das europäische Programm verfügt bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden bereits 82 Projekte auf den Weg gebracht. Bis 2020 stehen noch rund 46 Millionen Euro für die Förderung weiterer Projekte zur Verfügung.

    Internet: www.interreg-oberrhein.eu 

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de