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  • Abteilung 5
    24.10.2018
    Elzdamm zwischen Teningen und Emmendingen (Kreis Emmendingen) muss saniert werden
    Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Freiburg investiert über 4,5 Millionen Euro in den Hochwasserschutz // Vor-Ort-Termin für interessierte Bürgerinnen und Bürger wird am Donnerstag, 22. November, angeboten
     Spundarbeiten, Foto: RPF

    Der Landesbetrieb Gewässer beim Regierungspräsidium Freiburg plant die Ertüchtigung des Elzdammes zwischen Teningen und Emmendingen. In mehreren Bauabschnitten soll ab 2019 der östliche Elzdamm zwischen dem Technologie Park Teningen (Flusskilometer 17,3) bis Newark-Brücke am Reiterhof (Flusskilometer 20,0) so gesichert werden, dass auch ein hundertjährliches Hochwasser schadlos abfließen kann.

    Um den Hochwasserschutz für das Gebiet zwischen Elz und Bahnlinie zu optimieren, wird eine Spundwand in den Damm eingebaut. Da nur in den „hochwasserfreien“ Sommermonaten Mai bis September gebaut werden kann, werden die Bauarbeiten voraussichtlich bis 2021 dauern. 

    Wie der Projektverantwortliche beim Landesbetrieb Gewässer, Frank Bödeker, erläutert, soll die erforderliche Baustraße in das Vorland der Elz gelegt werden. So kann eine Verkehrsbeeinträchtigung entlang der Elz weitestgehend vermieden werden. Fußgänger und Radler bleibt während den Bauarbeiten der westliche Damm als Umleitung. Hierfür bittet das Regierungspräsidium um Verständnis.

    Durch die notwendige Dammertüchtigung müssen einige der vorhandenen Bäume weichen. „Um den Eingriff so gering wie nur möglich zu halten, haben wir einen Baumgutachter beauftragt, der jeden einzelnen Baum beurteilt hat“, erklärt der Projektverantwortliche Frank Bödeker.

    Dabei stellte sich heraus, dass der extrem trockene Sommer 2018 seinen Tribut gefordert hat. Eine Reihe von Bäumen ist durch den Trockenstress so geschädigt, dass sie allein aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden müssen. Die notwendigen Arbeiten erfolgen für jeden Bauabschnitt zwischen November bis Ende Februar.

    Nach abgeschlossener Dammertüchtigung werden an geeigneten Stellen Neupflanzungen erfolgen. Die bestehenden Biotophecken werden in den Bereichen, wo es sich nicht vermeiden lässt, auf Stock gesetzt und bleiben sonst unangetastet. Zur Wiederbegrünung der Dämme wird ein Magerrasen angelegt, der auch seltene Blumen und Gräser beherbergt und Lebensraum für Insekten bietet.

    Für interessierte Bürgerinnen und Bürger wird eine Vorortbegehung am Donnerstag, 22. November, um 15 Uhr angeboten. Hier werden die Dammertüchtigungen und die Rahmenbedingungen weitergehend erläutert. Anmeldungen können bis zum 12. November per E-Mail an Frank.Boedeker@rpf.bwl.de eingereicht werden.

    Weitere Informationen:
    Der Dammabschnitt zwischen Teningen und Emmendingen, der vor allem das Gewerbegebiet zwischen Elz und Bahnlinie schützt, ist zwar hoch genug, entspricht in seinem geotechnischen Aufbau nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Die Standsicherheit des Dammes wird mit einer Teilabdichtung durch eine Spundwand entscheidend verbessert. Aufgrund von beengten Platzverhältnissen wurde die Spundwandvariante gewählt.

    Eine Ertüchtigung in Erdbauweise hätte eine erhebliche größere Fläche erfordert, die wegen der anliegende Straße „Am Elzdamm und B3“ sowie der vielen Leitungen luftseitig entlang des Dammes nicht realisierbar wäre. Eine Verschiebung des Dammes ins Abflussprofil der Elz ist aus Gründen des Hochwasserschutzes ebenfalls ausgeschlossen.

    Die Spundwand besteht aus rund fünf Meter langen Stahlbohlen, die über eine Strecke von etwa 2,4 Kilometern in den Damm eingebracht werden. Im Weiteren Bauverlauf werden die Bereiche, in denen Leitungen den Damm und die Elz queren, abgedichtet. Zum Abschluss der Baumaßnahme wird auf der Dammkrone der Fuß- /Radweg neu angelegt.

     
     

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