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  • Abteilung 2
    16.11.2018
    Regierungspräsidium Freiburg erteilt Genehmigung für den Neubau des SC-Stadions im Freiburger Westen
    Schutz der Anwohner vor Lärmbelästigungen ist durch Auflagen sichergestellt

    Das Regierungspräsidium Freiburg hat am heutigen Freitag (16. November) in seiner Funktion als höhere Baurechtsbehörde die Genehmigung für den Bau des Stadions des SC Freiburg mit einem Fassungsvermögen von knapp 35.000 Zuschauern erteilt und übergeben. Grundlage für die Baugenehmigung, die rund 100 Seiten umfasst, ist der am 9. November veröffentlichte Bebauungsplan der Stadt Freiburg. Bereits Mitte September war die Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des neuen Stadions durch das Regierungspräsidium genehmigt worden.

    Der Genehmigung vorausgegangen war eine intensive Prüfung des Bauantrags der Stadiongesellschaft durch das Regierungspräsidium, die mehrere Monate beansprucht hat. Ein besonderer Schwerpunkt der Genehmigungsprüfung lag dabei auf den Fragen des Lärmschutzes. Verschiedene Einwender aus dem Stadtteil Mooswald hatten geltend gemacht, durch vom Stadion ausgehenden Lärm unzumutbar beeinträchtigt zu werden. 

    Die Lärmprognosen in dem vom Vorhabenträger für das Genehmigungsverfahren vorgelegten Schallgutachten, das im Laufe des Verfahrens zu einigen Punkten noch ergänzt wurde, ergeben bei Spielen am Tag unproblematische Lärmwerte, die unter den zulässigen Richtwerten liegen. In den gesetzlichen Nachtstunden, also ab 22 Uhr, gelten strengere Richtwerte. Daher trifft die Baugenehmigung für diese Abendspiele nach einer gründlichen Abwägung im Prüfverfahren eine klare Regelung.

    Lärmspitzen, wie sie bei Torerfolgen auftreten, dürfen nach 22 Uhr die Richtwerte für Mischgebiete von 65 dB(A) nicht überschreiten. Insgesamt sind durch die Regelungen im Ergebnis die Abendspiele der ersten Bundesliga, die um 20.30 Uhr beginnen, von der Baugenehmigung abgedeckt. Sollte der SC Freiburg künftig in internationalen Wettbewerben oder im DFB-Pokal abends länger spielen, müssen diese Spiele zuvor gesondert beantragt werden. Für die Genehmigung gelten rechtliche Sonderregelungen, deren Voraussetzungen im Einzelfall geprüft werden müssen.

    Die Baugenehmigung stellt durch verschiedene Auflagen sicher, dass die in der Genehmigung festgesetzten maximalen Lärmwerte auch tatsächlich eingehalten werden. So muss der Vorhabenträger abweichend von seinem ursprünglichen Antrag eine Fuge zwischen Dach und Tribüne in Richtung Westen baulich schließen. Die Einhaltung der Lärmwerte muss durch entsprechende Messungen während des Spielbetriebs nachgewiesen werden. Bei Überschreitungen behält sich die Genehmigungsbehörde die Anordnung weiterer Schallschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel weitere Fugenschließungen, vor. 

    Einige weitere Einwendungen richteten sich gegen Inhalte und Abwägungsergebnisse des Bebauungsplans, wie zum Beispiel die Auswirkungen des Stadions auf Flora und Fauna oder Beeinträchtigungen des Flugbetriebs. Das Regierungspräsidium weist darauf hin, dass eine Überprüfung des Bebauungsplans nicht Gegenstand eines Baugenehmigungsverfahrens ist. Lediglich bei einer offensichtlichen Unwirksamkeit des Plans, für die hier keinerlei Anhaltspunkte bestehen, hätte die Behörde den Plan ihrer Entscheidung nicht zugrunde legen dürfen.

    Weitere Einwendungen betreffen Fragen der ausreichenden Erschließung und der Verkehrsbelastungen rund um die Spiele des Sportclubs. Um die Belastungen durch den An- und Abreiseverkehr so gering wie möglich zu halten, wird die Stadt unter Einbeziehung des SC Freiburg und des Stadtteils Mooswald ein Verkehrskonzept erstellen, so dass auch hier sichergestellt ist, dass die Interessen der Anwohner berücksichtigt werden. 

    Es müssen noch einige Unterlagen vorgelegt werden: Unter anderem muss der Bauherr noch einen Ansprechpartner für die Nachbarschaft bei Baulärmproblemen benennen.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Heike Spannagel
Pressereferentin
Telefon 0761 208-1038
Telefax 0761 208-1006
heike.spannagel@rpf.bwl.de

Stellvertretung


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Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de