Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • SGZE
    13.12.2018
    6,1 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern für acht neue Projekte
    Begleitausschuss des INTERREG-Projekts tagt unter Vorsitz von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer in Freiburg // Artenschutzprojekt im RAMSAR-Gebiet Oberrhein bewilligt

    Der Begleitausschuss des INTERREG-Programms „Oberrhein“ hat bei seiner aktuellen Sitzung in Freiburg am heutigen Donnerstag (13. Dezember) im Neubau des Regierungspräsidiums Freiburg acht neue Projekte bewilligt. Unter dem Vorsitz von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer wurden damit 6,1 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern vergeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Europa macht’s möglich – acht praktische Beispiele, wie die Europäische Union in vielen Lebensbereichen von A wie Artenschutz bis Z wie Zusammenarbeit der Verwaltungen über Landesgrenzen hinweg konkret hilft, das Leben der Menschen zu verbessern. Besonders freut mich, dass nun im Bereich des Artenschutzes konkrete Maßnahmen gemeinsam mit unseren französischen Kollegen umgesetzt werden.“

    Das Projekt „RAMSAR Biodiversität“ knüpft an das Vorgängerprojekt „RAMS’ARtenschutz“ an, in dessen Rahmen im Ramsargebiet Oberrhein (Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung) die Artenschutzprogramme auf deutscher und auf französischer Seite analysiert und verglichen wurden. Mit dem Nachfolgeprojekt soll nun der Bestand von sechs ausgewählten gefährdeten Tierarten durch die Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen gesichert werden. Dabei handelt es sich um  den Kiebitz, den Steinkauz, die Wasserralle, die Flussseeschwalbe, die Bechsteinfledermaus und die Wechselkröte. 610.000 Euro fließen aus EFRE-Mitteln in das Projekt. Träger ist die „Ligue pour la protection des oiseaux Alsace" (LPO/elsässische Vogelschutz-Liga). 

    Das Projekt „NAVEBGO“ will die Belastung des Grundwassers durch Biozide im Oberrhein nachhaltig verringern. Biozide werden häufig zum Schutz vor Algen- und Pilzbefall eingesetzt und landen so im Wasserkreislauf. Die Uni Freiburg möchte erforschen, wie stark das Grundwasser in Freiburg, Straßburg und Landau belastet ist und wie die Stoffe in das Grundwasser gelangen. Perspektivisch geht es um Strategien, um den Akteuren Alternativen zum bisherigen Biozideinsatz anbieten zu können. Dafür stellt die EU 1,12 Millionen Euro bereit.

    Auch im grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehr gibt es Projekte, die eine Förderung erhalten: 

    Das Projekt „NeuWiStra“ hat die Verbesserung der grenzüberschreitenden Bahnstrecke zwischen Neustadt und Straßburg zum Ziel. Das vorliegende Projekt möchte alle notwendigen Verbesserungen an der Strecke und dem Bedienungskonzept benennen und planen, um die Bahnverbindung wettbewerbsfähig mit der Straße zu machen. Das Projekt wird mit 1,25 Mio. Euro von der EU unterstützt.

    Um die Schienenverbindung zwischen Colmar und Freiburg dreht sich das Projekt „COLMAR-FREIBURG: Untersuchung zur multimodalen Mobilität“. Im Rahmen des Projekts wollen die Projektpartner den grenzüberschreitenden Mobilitätsbedarf zwischen den Einzugsgebieten der Städte Colmar und Freiburg analysieren mit dem langfristigen Ziel, eine durchgehende Bahnverbindung (wieder-)herzustellen. Die EU stellt hierfür 175.000 Euro zur Verfügung.

    Dass die Trinkwasserversorgung nicht an der Grenze haltmachen muss, zeigt das Projekt „Grenzüberschreitende Trinkwasserleitung von Schönau (D) nach Wengelsbach (F)“. Der Weiler Wengelsbach hat aufgrund einer arsenverseuchten Quelle aktuell keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nun soll als Lösung eine neue Leitung von Deutschland nach Frankreich her. Kostenpunkt sind 457.000 Euro aus EU-Mitteln, Träger ist der Syndicat des Eaux et de l’Assainissement Alsace Moselle.

    Darüber hinaus wurden auch Projekte genehmigt, die die grenzüberschreitende Beschäftigung im Gebiet Straßburg-Ortenau vorantreiben, eine integrierte, effiziente und nachhaltige Energieversorgung und -speicherung in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein (TMO) sicherstellen und die gesundheitliche Nahversorgung zwischen Weißenburg (F) und Bad Bergzabern (Südpfalz) verbessern sollen. Für diese Projekte stehen insgesamt nochmals rund 2,5 Mio. Euro aus EU-Mitteln zur Verfügung.

    Weitere Informationen:
    Das europäische Programm verfügt bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden bereits 98 Projekte auf den Weg gebracht. Bis 2020 stehen noch rund 40 Millionen Euro für die Förderung weiterer Projekte zur Verfügung.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Heike Spannagel
Pressereferentin
Telefon 0761 208-1038
Telefax 0761 208-1006
heike.spannagel@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de