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  • Abteilung 4
    06.02.2019
    Regierungspräsidium Freiburg saniert auf der A 5 das letzte Teilstück zwischen Offenburg und Ettenheim (Ortenaukreis)
    Ende Februar ist mit langen Staus zu rechnen // 4,1 Kilometer langer Abschnitt der Autobahn wird grundhaft erneuert / Baustelle dauert bis Ende November 2019

    Das Regierungspräsidium (RP) saniert dieses Jahr auf der Bundesautobahn A 5 zwischen den Anschlussstellen (AS) Offenburg und Ettenheim den noch ausstehenden Fahrbahnabschnitt bei Lahr mit einer Länge von ca. 4,1 Kilometern. Danach ist die Sanierung von Offenburg bis Ettenheim komplett. Die Arbeiten beginnen am Montag, 18. Februar, und sind voraussichtlich Ende November 2019 abgeschlossen. Mit diesem letzten Teilstück wird die Sanierung der A 5 zwischen den beiden Anschlussstellen Offenburg und Ettenheim abgeschlossen. 

    Laut Pressemitteilung der Behörde werden ab Montag, 18 Februar die Lagerplätze für die Baustelle hergerichtet und Gehölze entlang der Autobahn gerodet. Gleichzeitig werden Provisorien für die Anschlussstelle Lahr erstellt und zum Teil schon Gelbmarkierung am rechten Fahrbahnrand gespritzt. Für die gesamten Arbeiten ist eine Woche vorgesehen. Während dieser Zeit muss der Verkehr am 19. Februar in Fahrtrichtung Basel und am 21. Februar in Fahrtrichtung Karlsruhe vereinzelt einspurig geführt werden.

    Ab Montag, 25. Februar bis Freitag, 1. März steht dann der Aufbau der Verkehrssicherung an, sodass ab 2. März mit den Bauarbeiten im Mittelstreifen begonnen werden kann. Dafür wird der Autobahnverkehr für die jeweilige Fahrtrichtung nach Basel bzw. nach Karlsruhe nach außen verschwenkt. Somit wird der Mittelstreifen frei und die Bauarbeiten können zügig ausgeführt werden (sog. 2s + 2s – Verkehrsführung). Ab dem 25. Februar wird die Verkehrssicherung zuerst in Fahrtrichtung Karlsruhe aufgebaut. Voraussichtlich ist am Mittwoch die Seite fertig und es kann in Fahrtrichtung Basel angefangen werden.

    Beim Aufbau dieser Bauphasen werden Verkehrsbehinderungen erwartet, da hierzu Standspur und rechte Fahrspur gesperrt werden müssen. Dadurch steht dem Verkehrsteilnehmer für wenige Tage Ende Februar bis Anfang März nur eine Fahrspur je Fahrtrichtung zur Verfügung. Das Regierungspräsidium Freiburg rechnet mit Stauungen von bis zu zehn Kilometern Länge. Um diese Bauphase so kurz wie möglich zu halten, wird von der ausführenden Baufirma ein Zwei-Schichtbetrieb ausgeführt.

    Ab dem 15. März werden die gesamten vier Fahrspuren auf den östlichen Teil der Autobahn verlegt, somit ist das Baufeld für die eigentlichen Fahrbahnsanierungsarbeiten auf der westlichen Seite der Autobahn frei. Diese Bauphase soll Mitte Juli abgeschlossen sein. Zwischendrin müssen vom 6.Juni (9 Uhr) bis 19. Juni, wegen Erd- und Asphaltarbeiten auf Höhe der Anschlussstelle Lahr, die Westrampen gesperrt werden. Das bedeutet, dass von Karlsruhe kommend die Ausfahrt nach Lahr und von Lahr bzw. Schwanau kommend die Auffahrt auf die Autobahn in Richtung Basel gesperrt ist.

    Ab Mitte Juli wird der östliche Teil der Autobahn grundhaft saniert. Hier müssen dann ebenfalls für einen Zeitraum von 7. Oktober (9 Uhr) bis 18. Oktober die Ostrampen der Anschlussstelle Lahr gesperrt werden. Das bedeutet, dass von Basel kommend die Ausfahrt nach Lahr und von Lahr bzw. Schwanau kommend die Auffahrt auf die Autobahn in Richtung Karlsruhe gesperrt ist.

    Die gesamten Bauarbeiten für das Sanierungsprojekt soll Ende November 2019 fertig gestellt sein. Staugefahr besteht insbesondere Ende Februar bis Anfang März wegen des Aufbaus von Verkehrssicherungen. Den Verkehrsteilnehmern steht dann nur jeweils ein Fahrstreifen zur Verfügung. Das RP Freiburg bittet für die hieraus entstehende Verkehrsbehinderung bei Anwohnerinnen und Anwohner, sowie Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer um Verständnis. Insbesondere bittet das RP Freiburg während die Ab- und Auffahrtsrampen bei Lahr gesperrt sind, die Umleitungsbeschilderung zu beachten. 

    Hintergrundinformationen:
    Wie ist der Zustand der A 5 in diesem Bereichs?
    Bereits 1996/97 ist die Fahrbahndecke in diesem Bereich saniert worden. Damals wurde die bestehende Betonfahrbahn mit einer 20 Zentimeter starken Asphaltkonstruktion überbaut. Diese Sanierung wurde als Provisorium der vorhandenen Fahrbahn angesehen, da mit einem sechsstreifigen Ausbau der Autobahn zu rechnen war. Nun sind mittlerweile mehr als 20 Jahre vergangen, der Verkehr und insbesondere der LKW-Anteil haben in dieser Zeit in hohem Maße zugenommen. Im nun gültigen Bundesverkehrswegeplan ist der Autobahnabschnitt zwischen Offenburg und Riegel im sogenannten „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht (WB*)“ eingestuft. Dies bedeutet, dass das RP zwar den sechsstreifigen Ausbau planen darf, aber die Baumaßnahme erst ab dem Jahr 2030 realisieren kann. Um einen Sanierungsstau zu vermeiden, hat sich deshalb das RP dazu entschlossen, die nun 22 Jahre alte Fahrbahn abschnittsweise von Offenburg bis Riegel schon jetzt zu sanieren.

    Vorbereitungen für den sechsstreifigen Ausbau integriert
    Damit die Gelder für die Fahrbahnsanierung sinnvoll eingesetzt werden können, wurden vom RP bereits grundlegende Entscheidung für den sechsstreifigen Ausbau getroffen: Die komplette Fahrbahn wird ausgebaut, recycelt und im Vollausbau an die zukünftige Höhenlage wiederhergestellt. Die Mitteltrennung im Mittelstreifen wird mit einer Betongleitwand ebenfalls an den zukünftigen Querschnitt abgestimmt. Somit müssen beim späteren Ausbau jeweils nur noch die zusätzliche Standspur je Fahrtrichtung erweitert werden. Dies bedeutet einen deutlich schnelleren Baufortschritt und die Gelder der jetzigen Fahrbahnsanierung werden bereits in den späteren Ausbau investiert. 

    Auf dem sogenannten Autobahnabschnitt „Lahr“, zwischen den bereits sanierten Bereichen „Unditz (Baujahr 2015/2016) und „Nonnenweier (Baujahr 2017), werden wie bei den vorherigen Teilstücken, die Fahrbahndecken sowohl auf der West- als auch auf der Ostfahrbahn (vier Fahrstreifen und zwei Standspuren) saniert. Parallel zu den Erneuerungsarbeiten erfolgt eine Verbreiterung von jetzigen 11,30 Meter auf jeweils zwölf Meter (Ost- und Westfahrbahn), die sich im Wesentlichen auf den Mittelstreifen erstreckt. Das ermöglicht künftig eine bessere und sichere Verkehrsführung während der einzelnen Bauphasen.

    Die vorhandene Asphaltkonstruktion mit der darunter liegenden Betonfahrbahn wird ausgebaut und zu einem Recyclingmaterial vor Ort aufbereitet. Dieses Material wird anschließend wieder als Frostschutzschicht eingebaut. Die neue 34 Zentimeter starke Asphaltkonstruktion besteht aus 22 Zentimeter Asphalttragschicht, acht Zentimeter Asphaltbinder- und vier Zentimeter Asphaltdeckschicht. Insgesamt werden in diesem Abschnitt etwa 100.000 Tonnen Betonrecycling aufbereitet und knapp 115.000 Tonnen Asphalt eingebaut.

    Vier Brücken, zwei Parkplätze werden saniert und Schutzzaun für die Wildkatze installiert
    In dem Streckenabschnitt befinden sich vier Brücken, die teilweise mitsaniert werden. Nördlich der Anschlussstelle Lahr sind zudem die beiden Parkplätze Gerstenmatt und Kürzell. Diese werden ebenfalls komplett neu hergestellt. Zusätzlich zum Straßenbau wird die Entwässerung dort zukünftig über eine große Versickerungsmulde sichergestellt und die Besucher erhalten neue Sitzgarnituren.

    Die vorhandenen Schutzplanken im Mittelstreifen und am Außenrand werden umgerüstet und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Dabei wird im Mittelstreifen die vorhandene einfache Distanzschutzplanke durch eine zweifache Gleitwand aus Beton ersetzt, die auch einem möglichen LKW-Durchbruch standhält.

    Der Streckenabschnitt der Autobahn verläuft zum Teil durch Waldstücke, in denen die unter Naturschutz stehende Wildkatze nachweislich vorkommt. Erst im Januar 2017 wurden zwei Wildkatzen überfahren. Damit dies in Zukunft nicht mehr passieren kann, wird parallel zu den Sanierungsarbeiten ein Wildkatzenschutzzaun auf einem Betonfundament neu gebaut, den die Tiere auch nicht überklettern können. Die Zaunpfosten werden auf das Streifenfundament aufgedübelt und sind im Hinblick auf den späteren sechsstreifigen Ausbau der Autobahn auch demontierbar und somit wiederverwendbar. Der Zaun wird beidseitig mit eine Gesamtlänge von etwa einem Kilometer hergestellt. 

    Weitere Maßnahmen auf der A 5 in diesem Jahr:
    Das RP Freiburg baut zeitgleich die südlich gelegene Anschlussstelle Rust 4-spurig aus und erweitert, im Vorfeld für die Landesgartenschau 2022 bei Neuenburg, eine Autobahnunterführung. Der Bund als Baulastträger der Autobahn hält für diese drei Maßnahmen ein Investitionsvolumen von ca. 28 Millionen Euro bereit.

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