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  • Abteilung 4
    15.03.2019
    Regierungspräsidium bereitet Weiterbau der Ortsumfahrung Staufen (Breisgau-Hochschwarzwald) vor
    Feldlerche und Zauneidechsen werden umgesiedelt

    Das Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat in einer Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass die Anfang März aufgestellten Holzpfähle und Flatterbänder im Bereich der Ortsumfahrung Staufen verhindern sollen, dass die Feldlerchen in diesem Bereich brüten und wegen des Baus der Ortsumfahrung Staufen zu Schaden kommen. „Natürlich handelt es sich hier nicht um die Trasse der neuen Ortsumfahrung Staufen“, so Projektleiter Rainer Dellenbach. Diese Sorge hatten zahlreiche Anrufer geäußert.

    Im kommenden Sommer wird der Bau der Ortsumfahrung Staufen (L 123) zwischen der Wettelbrunner Straße (L 125) und der Grunerner Straße (L 125) fortgesetzt. In diesem Bereich sind aus den vergangenen Jahren mehrere Brutplätze der Feldlerche, einer besonders geschützten Vogelart, bekannt. Damit die Vögel durch die im Sommer beginnenden Bauarbeiten an der L 123 nicht mitten in der Brut gestört werden, müssen die bekannten Brutplätze für die Feldlerche unattraktiv gemacht werden. Hierzu wurden Anfang März Holzpfähle mit Flatterbändern aufgestellt. Diese befinden sich größtenteils außerhalb des geplanten Trassenverlaufs. Dadurch, dass diese sog. Vergrämungmaßnahmen über den eigentlichen Trassenbereich hinausgehen, wird eine flächendeckende Wirkung erzielt. Die Geräusche, die durch das Flattern der Bänder im Wind erzeugt werden, bewirken, dass die Feldlerche die bekannten Brutreviere meidet und andere, ruhigere Brutplätze in der Umgebung aufsucht. Im vergangenen Jahr wurden diese ruhigeren Brutplätze vom RP erworben und vorbereitet.

    Wie das RP weiter mitteilt, siedelten im Bereich der Kleingartenanlage Spitzäcker bislang Zauneidechsen. Damit diese in benachbarte Habitate abwandern, wurden die geräumten Schrebergärten im Bereich des Baufeldes in den vergangenen Wochen mit Folie abgedeckt. Zusätzlich wurde ein Reptilienschutzzaun errichtet. Auch hier wurden bereits im Vorfeld Ersatzhabitate angelegt.

    Beide Maßnahmen werden natur- und artenschutzfachlich begleitet. Eine Gefährdung der Populationen kann somit ausgeschlossen werden.

    Die Arbeiten für die neue Fußgängerunterquerung beim Neumagen laufen bisher planmäßig, so das RP weiter. Auch wenn die Arbeiten im Moment wegen des starken Windes sehr schwierig sind und teilweise unterbrochen werden müssen, ist die örtliche Bauüberwachung zuversichtlich, dass die Fußgängerunterquerung planmäßig fertig sein wird.

    Ab Anfang Mai 2019 werden auch die Erdarbeiten für die Ortsumfahrung wieder aufgenommen. Hierbei wird es immer wieder zu Ampelregelungen kommen müssen, so dass der Verkehrsfluss beeinträchtigt wird. Die Zeiten mit Ampelregelung werden so kurz wie möglich gehalten. Das RP bittet bereits jetzt für Verständnis für die unvermeidbaren Behinderungen.

    Matthias Henrich

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
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79083 Freiburg



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