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  • Abteilung 5
    15.05.2019
    761.700 Euro für den Anschluss der Kläranlage Wolterdingen an die Kläranlage Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis)
    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht: „Baden-Württemberg unterstützt hier gezielt den Ländlichen Raum bei der Modernisierung der Infrastruktur“ // Gewässerschutz profitiert durch Entlastung der Breg mit Abwässern
     Bild: Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids (von links): Landrat Sven Hinterseh, Regierungsvizepräsident Klemens Ficht und Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly. Foto: Stadt Donaueschingen

    Der Anschluss der bisherigen Kläranlage Wolterdingen an die Kläranlage Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) wird vom Land Baden-Württemberg mit 761.700 Euro bezuschusst. Regierungsvizepräsident Klemens Ficht hat am heutigen Mittwoch (15. Mai) den Zuwendungsbescheid an OB Erik Pauly als Vertreter der Stadt Donaueschingen in Anwesenheit von Landrat Sven Hinterseh persönlich übergeben, schreibt das Regierungspräsidium Freiburg in einer Pressemitteilung.

    Regierungsvizepräsident Klemens Ficht: „Der Anschluss kleinerer Kläranlagen an größere Einheiten ist landesweiter Förderschwerpunkt. Dadurch verbessert sich unter anderem die Wirtschaftlichkeit und die Zukunftsfähigkeit des Abwassernetzes. Baden-Württemberg unterstützt hier gezielt den Ländlichen Raum bei der Modernisierung der Infrastruktur im Regierungsbezirk Freiburg bei einer Gesamtinvestitionssumme von 3,1 Millionen Euro mit einem Anteil von einem Viertel der förderfähigen Kosten. Der ökologische Nutzen ist auch für den Gewässerschutz nachweisbar, da durch den Anschluss der Kläranlage die Breg nicht mehr mit dem Abwasser der Kläranlage Wolterdingen belastet wird.“

    Wie ist die bisherige Lage? Die Einleitungserlaubnis der Kläranlage Wolterdingen ist bis Ende 2020 befristet. Diese Anlage entsorgt teilweise die Ortsteile Tannheim (VS), Wolterdingen und Hubertshofen (DS) sowie in einem untergeordneten Umfang den Ortsteil Mistelbrunn (Bräunlingen). Das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis hat daher schon frühzeitig eine Variantenstudie initiiert und fachtechnisch begleitet. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass die Reinigung des Abwassers aus dem Einzugsgebiet der Wolterdinger Kläranlage in Donaueschingen auf Dauer die wirtschaftlichste Lösung darstellt. Dies ist auch das Ergebnis des 2017 vorgestellten Berichts „Gewässermonitoring Obere Donau“, auf dessen Basis verschärfte Einleitungsgrenzwerte für die Kläranlage Wolterdingen im Falle eines Weiterbetriebs erforderlich geworden wären. Dies hätte vermutlich erhebliche Investitionen in die bestehende Anlage notwendig gemacht.

    In enger Abstimmung mit dem Landratsamt hat sich die Stadt Donaueschingen schließlich entschlossen, die Kläranlage Wolterdingen stillzulegen. Für den Abwasseranschluss an die Kläranlage Donaueschingen ist eine fünf Kilometer lange Druckleitung erforderlich. Technisch muss zudem ein Doppelpumpwerk mit Vorlagebehälter und Geröllfang bei der bisherigen Kläranlage in Wolterdingen gebaut werden. Wenn alles fertig ist, kann die bisherige Anlage still gelegt und die Abwässer in der  Kläranlage Donaueschingen deutlich hochwertiger behandelt werden.


    Bild: Bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids (von links): Landrat Sven Hinterseh, Regierungsvizepräsident Klemens Ficht und Donaueschingens Oberbürgermeister Erik Pauly. Foto: Stadt Donaueschingen

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