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  • SGZE
    26.06.2019
    EU-Förderprogramm INTERREG Oberrhein: Begleitausschuss zieht positive Zwischenbilanz und genehmigt 16 neue grenzüberschreitende Projekte
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Wir haben Projekte auf den Weg gebracht, die konkrete Lösungen erarbeiten in Bereichen, für die hier am Oberrhein gemeinsamer Handlungsbedarf besteht“

    Der Begleitausschuss des EU-Förderprogramms INTERREG tagte am Dienstag (25. Juni) unter Vorsitz der Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer im elsässischen Volgelsheim an der Grenze zu Breisach. Die Sitzung gab Anlass, Zwischenbilanz zum Programmfortschritt zu ziehen. Diese fiel äußerst positiv aus: 123 grenzüberschreitende Projekte konnten seit 2014 eine Kofinanzierung aus EU-Mitteln in Höhe von insgesamt rund 80 Millionen Euro erhalten.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Europa macht es wirklich möglich. Wir haben Projekte auf den Weg gebracht, die konkrete Lösungen erarbeiten in Bereichen, für die hier am Oberrhein Handlungsbedarf besteht und die wir gemeinsam aktiv angehen. Dies kommt den Menschen in unserer Region direkt zugute. Ein sehr großer Teil der Projekte wäre ohne finanzielle Unterstützung aus Brüssel nicht umsetzbar.“

    Die Projekte decken eine große Bandbreite an Themenbereichen ab: von Forschung und Innovation über Natur- und Artenschutz, Mobilität, Arbeitsmarkt bis hin zu Verwaltungszusammenarbeit und Bürgerbegegnung. Sie erarbeiten oft pragmatische Lösungen für Probleme, die hier in der Grenzregion sinnvollerweise nur gemeinsam mit den Nachbarn in Frankreich und in der Schweiz gelöst werden können.

    Jüngstes Beispiel, wenn es um die Grundwasserqualität am Oberrhein geht: Neueste Messungen zeigen, dass bei 40 Prozent der Messstellen im Jahr 2016 Grenzwerte für Schadstoffe im Trinkwasser überschritten wurden, im Vergleich zu 33 Prozent im Jahr 2009. Die Akteure am Oberrhein haben das Problem erkannt und möchten gegensteuern. So wurden in der Begleitausschusssitzung gleich zwei Projekte genehmigt, die sich dem Schutz der Grundwasserqualität widmen:

    Ziel des Projekts „Water Pollution Sensor“ ist die Entwicklung und Erprobung eines kontinuierlichen und automatisierten Systems zur Überwachung der Konzentration mehrerer Schadstoffe im Trinkwasser durch eine Sensortechnologie, die herkömmlichen Methoden deutlich überlegen ist. Im Rahmen des Projekts „PAWENA“ werden die Wasserproduktionsstätten in der Südpfalz und im Nordelsass miteinander vernetzt, um die Entnahme von Grundwasser in Trockenperioden umweltverträglicher zu gestalten.

    In der Sitzung wurde auch der jährliche Durchführungsbericht vorgestellt, in dem die konkreten Ergebnisse, die das Förderprogramm bisher hervorgebracht hat, dargelegt werden. Einen Auszug davon, die sogenannte Bürgerinfo, finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Programms: www.interreg-oberrhein.eu.

    Vorgestellt werden darin unter anderem die beiden Projekte „Arbeitsmarkt 360°“ und „Erfolg ohne Grenzen“, die in den vergangenen Jahren rund 9000 Menschen dabei unterstützt haben, einen Ausbildungsplatz im Nachbarland zu finden sowie das Projekt „NaturErlebnis grenzenlos“, das zusätzliche Rückzugsorte für gefährdete Arten der Rheinaue in Räumen mit großer Erholungsnutzung im Dreiländereck schafft.

    INTERREG Oberrhein - das EU-Förderprogramm für grenzüberschreitende Zusammenarbeit
    Im Begleitausschuss des Programms INTERREG Oberrhein versammeln sich die politischen Vertreter aus der Südpfalz, Baden, dem Elsass und der Nordwestschweiz. Ihnen wurde die Entscheidungsgewalt von der Europäischen Union über die Vergabe der Fördermittel an regionale Projekte übertragen. Das europäische Programm verfügt für den Zeitraum von 2014 bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). 16 neue Projekte sind in der aktuellen Sitzung bewilligt worden.​​

Pressestelle

 
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Telefon  0761 208-1039
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