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  • Biosphärengebiet Schwarzwald
    20.09.2019
    Gesucht: Ein Masterplan für das Biosphärengebiet Schwarzwald
    Auftaktveranstaltung in St. Blasien für das geplante Rahmenkonzept mit großer Bürgerbeteiligung
     Auftaktveranstaltung im Festsaal des Kollegs St. Blasien

    Ein Rahmenkonzept für das Biosphärengebiet Schwarzwald: Der erste öffentliche Schritt dazu war die Auftaktveranstaltung im Festsaal des Kollegs St. Blasien am Donnerstag, an der etwa 80 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen. Dieses Rahmenkonzept wird vom Fachbüro für Landschafts-, Stadt- und Raumplanung agl aus Saarbrücken erarbeitet und ist als Masterplan für die Entwicklung des Biosphärengebiets zu verstehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg. 

    Inhaltlich wird dabei ein Regionalentwicklungskonzept auf die Beine gestellt, das die Leitlinien der Entwicklung des Biosphärengebiets für die nächsten acht bis zehn Jahre vorgibt. Auf Basis dieses Konzepts wird auch eine Evaluation der Fortschritte seitens der UNESCO erfolgen. Regierungsvizepräsident Klemens Ficht begrüßte die Gäste und betonte: „Wir wollen das Rahmenkonzept gemeinsam mit den Menschen vor Ort erstellen. Der heutige Abend soll Appetit auf das Beteiligungsverfahren machen.“ Bereits bei der UNESCO-Anerkennung in Paris im Jahr 2017 sei insbesondere der partizipative Ansatz als große Stärke des Schwarzwalds gesehen worden.  

    Andrea Hartz von agl stellte den Arbeits- und Beteiligungsprozess vor. Sie präsentierte die Inhalte der Rahmenplanung und das Konzept der Beteiligung. Lena Maly-Wischhof vom gleichnamigen Büro aus Ingolstadt informierte über die Ergebnisse der Stärken-Schwäche-Analyse in den sechs Themenfeldern Land- und Fortwirtschaft, Naturschutz, Wirtschaft, Tourismus, Jugend und Gemeinde. Anschließend wurden in einem Podiumsgespräch mit Gästen aus allen Bereichen Erwartungen, Erfahrungen und aktuelle Herausforderungen angesprochen. Mit dabei waren Clemens Speicher vom BLHV, Sigrid Meinecke (BUND), Andreas Wiesler (Bruno Kaiser Holzbau), Brigitte Böhni (Gästehaus Birkenhof) und Bürgermeisterin Tanja Steinebrunner aus Fröhnd. Die Themen reichten vom Strukturwandel der Landwirtschaft über den Erhalt der Natur, den Klimawandel, Verkehr und Mobilität bis hin zum demographischen Wandel und der Gesundheitsversorgung.  

    Geschäftsführer Walter Kemkes gab in seinem Ausblick eine Übersicht, welche Schritte weiterhin notwendig sind und lud die Teilnehmenden zu den sechs Themeninseln ein. Dort hatten die Gäste die Möglichkeit, basierend auf den bisher präsentierten Ergebnissen Anregungen in den Bereichen Landnutzung, Naturschutz, Bildung und Bildung Nachhaltige Entwicklung (BNE), Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie Tourismus und Erholung zu geben. Gemeinsam mit den Moderatorinnen und Moderatoren von agl sowie dem Team der Geschäftsstelle wurden Ideen gesammelt, die nun in den Prozess einfließen.

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