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  • Abteilung 5
    27.09.2019
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer stellt neues Wegekonzept im Naturschutzgebiet Taubergießen vor
     Bettina Saier (rechts im Bild) erklärt Regierungspräsidentin Schäfer und anderen Gästen die neue Beschilderung im Taubergießen

    Mehr Orientierung für den Menschen, mehr Ruhe für die Tiere: Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer hat am Freitag das neue Wegekonzept des Naturschutzgebiets Taubergießen bei Rust in den Rheinauen vorgestellt. „Mit den einheitlich gestalteten Hinweisschildern und sieben neuen Themenwegen ermöglichen wir den Besucherinnen und Besuchern, sich in diesem wunderbaren Gebiet besser zurecht zu finden. Gleichzeitig soll die Besucherlenkung mehr Ruhe für die Tierwelt schaffen und dafür sorgen, dass sich seltene Arten wie der Fischadler dauerhaft im Taubergießen ansiedeln können“, sagte Schäfer. 

    „Die zeitgemäße, sehr verständliche, zweisprachige und beispielgebende Beschilderung wird den Herausforderungen der Besucherlenkung in einem so bedeutenden Naturschutzgebiet, das an der deutsch-französischen Grenze liegt und von zahlreichen Gästen beiderseits des Rheins besucht wird, in vorbildlicher Weise gerecht. Damit können die verantwortungsvollen Besucherinnen und Besucher die Naturschönheiten des Taubergießen zu Lande und zu Wasser genießen, ohne dass die wertvolle Natur Schaden nimmt“, lobte der im Umweltministerium für Naturschutz zuständige Abteilungsleiter, Karlheinz Lieber.  

    Das neue Besucherlenkungskonzept hat das Regierungspräsidium Freiburg in enger Zusammenarbeit mit einer deutsch-französischen Arbeitsgruppe und den Gemeinden entwickelt. „Bislang gab’s im Taubergießen ein wildes Durcheinander von Schildern und Wegmarkierungen. Da haben wir jetzt Klarheit reingebracht“, berichtet Bettina Saier, Leiterin der Ökologischen Station Taubergießen. Aufgestellt wurden 14 zweisprachige Portaltafeln mit Sicherheitshinweisen und Verhaltensregeln für Wanderer und Bootsfahrer sowie über 200 Hinweisschilder entlang der Wege und Bootsstrecken. Darüber hinaus wurden sieben Themenwege zu besonderen Arten im Taubergießen wie Fischadler und Lachs ausgewiesen. Um diese Erlebnispfade noch attraktiver zu machen, sollen im kommenden Jahr spezielle Arten- und Lebensraumtafeln entwickelt werden. Schon jetzt ist darüber hinaus ein neues Faltblatt mit einer Karte des Schutzgebiets erschienen, auf dem die besonderen Arten und Lebensräume beschrieben sind. 

    Die neue Besucherlenkung ist Teil eines Entwicklungskonzepts für das Naturschutzgebiet Taubergießen, das das Regierungspräsidium 2015 mit Mitteln der Naturschutzabteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Auftrag gegeben hat. „Die breit aufgestellte, grenzüberschreitende Zusammenarbeit für den Erhalt des Naturjuwels Taubergießen wollen wir fortführen und langfristig sichern“, kündigte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer an. Aktuell plane das RP eine Machbarkeitsstudie zur ökologischen Aufwertung der Lebensräume am Rhein mit deutschen und französischen Kommunen sowie weiteren Partnern. Abteilungsleiter Lieber sagte hierfür auch die volle Unterstützung des Umweltministeriums zu. 

    1979 gegründet und knapp 17 Quadratkilometer groß, ist das Taubergießen eines der bedeutsamsten und größten Naturschutzgebiete im Land. Es befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinden Rheinhausen, Rust, Kappel-Grafenhausen und Schwanau. Knapp 60 Prozent seiner Fläche sind Eigentum der französischen Gemeinde Rhinau. Das Gebiet ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung auch Teil des grenzüberschreitenden Ramsar-Gebiets Oberrhein.

    Bild: ​Bootseinstieg

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