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  • Abteilung 5
    30.04.2020
    Land fördert Vergrößerung von Mischwasserkanälen in Neuhausen ob Eck (Kreis Tuttlingen) mit 864.000 Euro

    Das Land fördert die Vergrößerung von Mischwasserkanälen in Neuhausen ob Eck (Landkreis Tuttlingen) mit 864.000 Euro. Wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, sei dies nach dem Bau eines Regenüberlaufbeckens und dem Bau eines Regenrückhaltebeckens der dritte und abschließende Bauabschnitt bei der Umsetzung des Gesamtkonzepts zur Abwasserentsorgung der Gemeinde. „Das Land hat die Modernisierung der Abwasserentsorgung in Neuhausen mit insgesamt 2,87 Millionen Euro unterstützt. Damit ist die Gemeinde für die Zukunft insbesondere beim Schutz vor Überflutungen durch Starkregen gut aufgestellt“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.  

    Die Kosten für die Vergrößerung der insgesamt 1,7 Kilometer langen Mischwasserkanäle liegen bei 3,85 Millionen Euro. Zusammen mit dem neuen Regenüberlauf- und dem Regenrückhaltebecken wurden insgesamt 6,52 Millionen Euro investiert. „Alle Maßnahmen tragen zum Schutz der Kläranlage und des Gemeindegebiets vor Überflutung bei starken Regenfällen bei“, erklärte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Zudem werde die Doline entlastet, in der das gereinigte Abwasser der Gemeinde versickert. Darüber hinaus werde das anfallende Mischabwasser künftig besser gereinigt.  

    Die Gemeinde Neuhausen ob Eck liegt auf einer Hochebene und verfügt über keinerlei Vorflut (Bach, Fluss, Gewässer), in welche das gereinigte Abwasser eingeleitet werden könnte. Dies wird deshalb in einer Doline direkt in den Karst versickert. Bislang wird das gesamte anfallende Schmutz- und Regenwasser der Gemeinde Neuhausen über eine Sammelrohrleitung (Mischwasserkanal) zur Kläranlage geleitet. Die Kläranlage kann die Abwassermenge wie sie bei trockenem Wetter oder kleineren Regengüssen anfällt, sicher behandeln. Dies entspricht maximal 33 Liter pro Sekunde. Bei größeren Regenereignissen kann allerdings die 75-fache Abwassermenge (2500 Liter pro Sekunde) auf die Kläranlage zukommen.  Aktuell wird die Abwassermenge in einem vorgelagerten Pufferbecken aufgefangen. Dieses Becken ist bei großen Regenereignissen innerhalb von fünf Minuten voll. Danach staut sich das Abwasser in das Kanalnetz des Gemeindegebiets zurück. Dadurch kam es in der Vergangenheit schon öfter zu Überflutungen der Kläranlage und im Gemeindegebiet.  

    Um Abhilfe zu schaffen, habe die Gemeinde ein Gesamtkonzept entwickelt, heißt es aus dem RP. Mit der Vergrößerung der bestehenden Mischwasserkanäle werde nun die hydraulische Kapazität geschaffen, um das Abwasser sicher zu dem neuen Regenüberlaufbecken, dem Regenrückhaltebecken und zur Kläranlage abzuleiten.

     

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