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  • Abteilung 9
    06.08.2020
    Landesamt lehnt Antrag der Deutschen Erdwärme GmbH auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme im Raum Heidelberg-Mannheim-Schwetzingen ab
    Gemeinsamer Antrag der EnBW AG und der MVV Energie AG zur Erdwärmegewinnung hat Vorrang/ Entscheidung noch nicht rechtswirksam

    Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) im Regierungspräsidium Freiburg (RP) hat am heutigen Donnerstag den Antrag der Deutsche Erdwärme GmbH (Grünwald) auf bergbauliche Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme im Feld „Kurpfalz“ abgelehnt. Das Unternehmen wollte in den kommenden fünf Jahren im Raum Heidelberg-Mannheim-Schwetzingen an mehreren Standorten Tiefengeothermie für die Erzeugung von Strom und Wärme erschließen. Wie das RP mitteilt, war auch die Untersuchung der derzeit ungenutzten Geothermiebohrung in Brühl auf ihre Eignung zur Einrichtung eines Geothermiekraftwerks an diesem Standort geplant. 

    Mit der Ablehnung des Antrags der Deutschen Erdwärme GmbH hat das LGRB dem gemeinsamen Antrag der EnBW AG (Karlsruhe) und der MVV Energie AG (Mannheim) Vorrang eingeräumt. Diese hatten in Konkurrenz zur Deutschen Erdwärme GmbH einen Antrag auf Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdwärme im Feld „Hardt“ eingereicht. Die Antragsfelder überdecken sich in wesentlichen Teilen. Die EnBW und die MVV Energie AG wollen die Geothermiebohrung in Brühl ebenfalls auf ihre Eignung hin untersuchen. Wie das RP mitteilt, seien dafür noch die offenen rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Die Entscheidung sei noch nicht rechtswirksam. Die Deutsche Erdwärme GmbH habe einen Monat Zeit, um dagegen zu klagen. 

    Grundlage der Entscheidung sei eine vergleichende Bewertung der von den Antragstellern vorgelegten Arbeitsprogramme zur Erkundung des Untergrundes auf das geothermische Nutzungspotenzial und dessen Erschließung. In die Bewertung einbezogen wurden auch die nachhaltige Finanzierung der Arbeitsprogramme sowie die einschlägige Erfahrung der Antragsteller in der Erforschung und Entwicklung tiefengeothermischer Projekte.  

    Sobald die Ablehnung rechtswirksam sei, werde das LGRB das Verfahren zur Erteilung der bergrechtlichen Erlaubnis „Hardt“ an die Projektpartner EnBW / MVV aufnehmen. An dem Verfahren werden die Fachbehörden und Kommunen als Träger öffentlicher Belange beteiligt. Mit einer Entscheidung sei frühestens zum Jahresende zu rechnen.

     

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