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  • Abteilung 4
    17.03.2017
    Regierungspräsidium Freiburg baut ab April Regenwasser-behandlung für die beiden Parkplätze an der Eschachtalbrücke auf der A 81 zwischen Rottweil und Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis)
    Bautechnische Herausforderungen entstehen durch die Topographie // Neue Abwasserleitung für die Toilettenanlagen der Parkplätze geplant

    ​Das Regierungspräsidium Freiburg baut ab April eine Regenwasserbehandlung für das Brücken- und  Straßenoberflächenwasser der beiden Parkplätze Eschachtal Ost und West direkt unter der Eschachtalbrücke auf der A 81 zwischen Rottweil und Villingen-Schwenningen. Das Ganze kostet nach einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg etwa 1,4 Millionen Euro und wird von der Firma Strabag ausgeführt

    Die Eschachtalbrücke selbst wurde bereits 2014 instandgesetzt. Das Brückenabwasser wird aber derzeit noch unbehandelt über die bestehende offene, mit Beton befestigte Raubett-Schussrinne geleitet, die im Talgrund über einen offenen Graben in die Eschach mündet. Aufgrund der Lage im Steilhang ist die Raubettrinne wegen der ständigen Ausspülungen stark beschädigt und musste bisher in relativ kurzen Zeitabständen kostspielig saniert werden. Die Rinne wird nach Ende des Bauprojekts zurück gebaut.

    Die Behandlung soll über eine Leichtstoffrückhaltung in einem Klärbecken aus Beton sowie eine abschließende Retentionsbodenfilteranlage erfolgen. Aufgrund der sehr anspruchsvollen Topographie können die erforderlichen Anlagenteile für die Regenwasserbehandlung nur in der Talaue und auch nur teilweise auf bundeseigenem Gelände errichtet werden. Aufgrund des nicht tragfähigen Bodens muss ein Bodenaustausch im Bereich des Beckens erfolgen.

    Eine weitere bautechnische Herausforderung stellen vor allem die Verlegung der Zuleitungen in beiden Steilhängen vom Nord- und Südwiderlager dar. Die Zuleitung vom nördlichen Widerlager her wird über einen Düker unter der Eschach hindurch zum Regenklärbecken erfolgen. Für die erforderliche zweite Behandlungsstufe wird ein Retentionsbodenfilter mit einer 25 Zentimeter starken Sickerdränschicht und einer Filterschicht mit 75 Zentimeter Carbonat haltigem Sand errichtet. Die Regenwasserbehandlungsanlage erhält eine umlaufende Zaunanlage.

    Während der Bauarbeiten, die abhängig von der Witterung im April beginnen sollen, sind auch Belange des Artenschutzes zu beachten, das heißt der Bau der Leitung im südlichen Steilhang darf beispielsweise nur außerhalb der Brutzeiten des Trauerschnäppers durchgeführt werden. Aufgrund des Eingriffes in die sensible Natur und Landschaft des Eschachtals ist ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich. Dafür werden unter anderem zwei von Regenwasser gespeiste Amphibienlaichgewässer in der Talaue angelegt, ein Erlenbruchwald renaturiert und der vorhandene Mischwald zu einem naturnahen Waldstandort aufgewertet.

    Die von der Baumaßnahme betroffenen Grundstückseigentümer sind informiert. Wasserrecht und Baurecht liegen vor. Dafür waren umfangreiche Abstimmungsgespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt der Naturschutz- und Forstbehörde, der Stadt Rottweil und der Gemeinde Zimmern ob Rottweil und den betroffenen Grundstückseigentümern notwendig.

    Darüber hinaus soll zu einem späteren Zeitpunkt eine Abwasserdruckleitung für das Schmutzwasser der Toilettenanlagen Eschachtal-Parkplätze gebaut werden. Das Toilettenabwasser soll künftig mit Hilfe einer Doppelpumpstation nach Hausen gepumpt und dort in das Kanalnetz der Kläranlage Rottweil eingeleitet werden. Der Bau der Ableitung hängt derzeit noch von der Zustimmung der betroffenen Grundstückseigentümer entlang des Rötenwegs ab.

    Die bisherige Behandlung des Abwassers in einer Kleinkläranlage östlich der Autobahn entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und die dafür erteilte wasserrechtliche Erlaubnis wird vom Landratsamt nicht mehr verlängert. Parallel zur neu zu bauenden Abwasserdruckleitung soll auch die vorhandene Trinkwasserleitung bis Hausen erneuert werden. Die Bauarbeiten sollen im April beginnen und werden von der Firma Strabag aus Villingen-Schwenningen ausgeführt. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt etwa 1,4 Millionen Euro. Davon sollen in diesem Jahr Leistungen in Höhe von einer Million Euro umgesetzt werden.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

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Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de