Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: RP Internet »Freiburg »Pressemitteilung
Startseite des Internetauftritts des Regierungspräsidiums Freiburg

Schnellstart

  • SGZE
    17.03.2017
    Europa macht’s möglich: Fünf Millionen Euro an Förderung für Großforschungsinfrastruktur, ökologischen Landbau und zur Sicherung von Arbeitsplätzen in der Landwirtschaft
    Begleitausschuss von INTERREG bewilligt vier Projekte für grenzüberschreitende Zusammenarbeit am Oberrhein / Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe als Ziel“

    ​Aus dem EU-Programm INTERREG V zur Unterstützung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit am Oberrhein hat der Begleitausschuss vier neue Projekte mit einem Volumen von fünf Millionen Euro bewilligt. Geld fließt damit für den Aufbau einer Großforschungseinrichtung, in die Optimierung des Weinbaus, eine Verbesserung des Pflanzenschutzes am Oberrhein und zur Stärkung der bäuerlichen Betriebe in Milch- und Fleischwirtschaft beiderseits des Rheins.

    Die Vorsitzende des Begleitausschusses, Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Europa macht’s möglich: Wir stärken die Spitzenforschung am Oberrhein im internationalen Wettbewerb und unternehmen erste Schritte für den Aufbau einer Großforschungseinrichtung am Oberrhein. Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, müssen wir zu den Besten gehören. Besonders freut es mich, dass nun auch drei Projekte aus Landwirtschaft und Weinbau gefördert werden. Wir stärken damit unsere Potenziale in der Landwirtschaft und verbessern die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe in einem schwierigen Umfeld.“

    Mit europäischer Unterstützung wird es im Rahmen des Projekts „RMTMO RI“ (Großforschungsinfrastruktur) erstmals möglich, alle relevanten Forschungskapazitäten an Hochschulen und anderen Institutionen am Oberrhein zu erfassen. Ziel ist es, die Auslastung der Forschungseinrichtungen durch eine grenzüberschreitende Nutzung zu optimieren. Daraus soll perspektivisch eine Großforschungsinfrastruktur am Oberrhein wie beispielsweise das CERN in Genf entstehen.

    Zur Entwicklung von neuartigen Verfahren haben sich Weinindustrie und Forschungseinrichtungen aus Baden, dem Elsass und der Pfalz nun im Projekt „VITIFUTUR“ zusammengetan. Durch die EU-Förderung sollen resistentere Rebsorten erprobt und Strategien zur Verhinderung von Viruskrankheiten der Weinrebe erarbeitet werden. Daneben werden Studien zu Holzkrankheiten durchgeführt. Die Einrichtung einer transnationalen Plattform stellt den Wissensaustausch sicher.

    Das Projekt „Innov.AR“ bringt landwirtschaftliche Betriebe und Einrichtungen der angewandten Forschung am Oberrhein zusammen, um gemeinsam die besten agrarökologischen Lösungen für den Pflanzenbau zu entwickeln. Mit Hilfe der EU-Fördermittel soll eine Reduzierung des Ammoniakverlusts bei Düngemitteln erreicht und alternative Pflanzenschutzlösungen für die wichtigsten Kulturen in der Rheinebene entwickelt werden.

    „ELENA“ zielt auf die Stärkung landwirtschaftlicher Betriebe, die Milch und Fleisch am Oberrhein produzieren. Ihre Zahl nimmt ab, weswegen mit Hilfe der EU die vorhandenen Betriebe auf beiden Seiten des Rheins gezielt gefördert werden sollen. Durch einen Austausch soll das marktwirtschaftliche Potential und die Wettbewerbskraft verbessert werden. Auf dieser Basis kann der heimische Markt am Oberrhein besser mit Produkten aus lokaler Produktion versorgt werden.

    Das europäische Programm INTERREG V Oberrhein verfügt für den Zeitraum bis 2020 über insgesamt 109,7 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Seit 2014 wurden 41 Projekte in die Förderung aufgenommen. Bis 2020 stehen immer noch rund 60 Millionen Euro für die Förderung weiterer Projekte zur Verfügung. „Das ist noch jede Menge an Mehrwert für die Region drin“, betonte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. „Damit können wir mit Hilfe von Europa sehr wichtige weitere Projekte finanzieren, die den Menschen in unserer Grenzregion konkret nützen werden.“

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de