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  • Abteilung 5
    06.04.2017
    Regierungspräsidium untersucht Baugrund im Stauraum der Wasserkraftanlage im Neckar bei Sulz
    Hochwasserschutz für Anliegergemeinden soll verbessert werden

    ​Wie das Regierungspräsidium (RP) Freiburg mitteilt, wird ab Montag, 10. April, der Baugrund im Stauraum der Wasserkraftanlage im Neckar bei Sulz untersucht. Die Untersuchungen sollen klären, wie dick die Schlamm- und Geschiebeablagerungen in diesem Bereich sind und wie sie sich auf die Hochwassergefahr für das Stadtgebiet Sulz auswirken. Auch die chemische Zusammensetzung soll ermittelt werden, um Erkenntnisse zu erhalten, wie die Ablagerungen ggfs. entsorgt werden müssen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Wochen.

    Bereits im Jahr 2015 hat das RP gemeinsam mit den Gemeinden Epfendorf, Oberndorf und Sulz a. N. den Neckar untersucht und eine Machbarkeitsstudie zum Hochwasserschutz erstellt. Dabei wurde das gesamte Einzugsgebiet des Neckars hydrologisch untersucht und die Abflüsse (Wassermenge) bei einem hundertjährlichen Hochwasser ermittelt. Mit diesen Abflusswerten wurden dann in einem hydraulischen Modell die zugehörigen Wasserstände in den Ortslagen berechnet. Dabei wurde festgestellt, dass der Hochwasserschutz für die umliegenden Gemeinden nicht ausreichend ist. Die Überflutungsflächen bei verschiedenen Hochwasserereignissen sind auch in den Hochwassergefahrenkarten dargestellt.

    Die Machbarkeitsstudie enthält verschiedene Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes. So wurde beispielsweise festgestellt, dass sich im Staubereich der Wasserkraftanlage seit dem Neckarausbau Mitte der 1950er Jahre eine noch unbekannte Menge an Schlamm und Geschiebe abgelagert hat. Diese Ablagerungen verkleinern den Abflussquerschnitt und erhöhen damit die Wasserspiegel bei Hochwasser.

    Mit der anstehenden Baugrunduntersuchung soll jetzt herausgefunden werden, ob eine Räumung des Staubereiches bis auf die Ausbausohle von der Neckarkorrektion wesentliche Einflüsse auf die Wasserspiegel bei Hochwasser hat. Die chemische Zusammensetzung der Ablagerungen wird untersucht, um herauszufinden, wie das Aushubmaterial entsorgt werden muss und wie hoch die Kosten für die Entsorgung wären.

    Mit den Baugrunduntersuchungen wurde die Firma Terrasond aus Günzburg beauftragt. Die Spezialfirma wird die Probenennahme und Tiefenerkundung von einem Pontonfloß aus ausführen.

    Die Arbeiten werden von einem Umweltplaner begleitet, um gegebenenfalls Rücksicht auf Brutstätten von Wasservögeln nehmen zu können.

Pressestelle


Regierungspräsidium Freiburg
Pressestelle
79083 Freiburg



Markus Adler
Pressereferent
Telefon  0761 208-1038
FAX: 0761 208-1006
EMail markus.adler@rpf.bwl.de

Stellvertretung


Matthias Henrich
Stellv. Pressereferent
Telefon  0761 208-1039
EMail matthias.henrich@rpf.bwl.de