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  • Abteilung 4
    07.04.2017
    Regierungspräsidium Freiburg hat am 3. April mit dem Bau einer Regenwasserbehandlung für die beiden Parkplätze an der Eschachtalbrücke an der A 81 zwischen Stuttgart und Singen im Kreis Rottweil begonnen
    Investition beträgt insgesamt 1,4 Millionen Euro // Große topographische Herausforderung muss bewältigt werden

    ​Das Regierungspräsidium Freiburg hat am 3. April mit dem Bau einer Regenwasserbehandlung direkt unter der Eschachtalbrücke für das Wasser der beiden Parkplätze Eschachtal Ost und West plus das dortige Brückenabwasser an der A 81 zwischen Stuttgart und Singen (Kreis Rottweil) begonnen. Diese besteht aus einem Regenklärbecken aus Beton mit Leichtstoffrückhaltung sowie einem sich anschließenden Retentionsbodenfilter, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Die Arbeiten werden von der Firma Strabag aus Villingen-Schwenningen ausgeführt. Diese Baumaßnahme kostet insgesamt etwa 1,4 Millionen Euro, von denen etwa eine Million Euro noch 2017 verbaut werden. Aufgrund der sehr anspruchsvollen Topographie können die erforderlichen Anlagenteile für die Regenwasserbehandlung nur in der Talaue und auch nur teilweise auf bundeseigenem Gelände errichtet werden. Für die notwendige Wasserhaltung wurden bereits sechs Absenkbrunnen errichtet. Im Anschluss daran muss aufgrund des nicht tragfähigen Bodens ein Bodenaustausch im Bereich des Regenklärbeckens erfolgen.

    Eine weitere bautechnische Herausforderung stellen vor allem die Verlegung der Zuleitungen in beiden Steilhängen vom Nord- und Südwiderlager dar. Die Zuleitung vom nördlichen Widerlager her wird über einen Düker unter der Eschach hindurch zum Regenklärbecken erfolgen. Für die erforderliche zweite Behandlungsstufe wird ein Retentionsbodenfilter mit einer 25 Zentimeter starken Sickerdränschicht und einer Filterschicht mit 75 Zentimeter carbonathaltigem Sand errichtet. Die Regenwasserbehandlung erhält einen umlaufenden Zaun. Darüber hinaus sind auch Belange des Artenschutzes zu beachten.

    Das heißt, der Bau der Leitung im südlichen Steilhang darf beispielsweise nur außerhalb der Brutzeiten des Trauerschnäppers durchgeführt werden. Aufgrund des Eingriffes in die sensible Natur und Landschaft des Eschachtals ist ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich. Dafür werden unter anderem zwei von Regenwasser gespeiste Amphibienlaichgewässer in der Talaue angelegt, ein Erlenbruchwald renaturiert und der vorhandene Mischwald zu einem naturnahen Waldstandort aufgewertet.

    Bevor für die Baumaßnahme das Baurecht erteilt werden konnte, waren umfangreiche Abstimmungsgespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt, der Naturschutz- und Forstbehörde, der Stadt Rottweil und der Gemeinde Zimmern ob Rottweil und den betroffenen Grundstückseigentümern notwendig. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine Abwasserdruckleitung für das Schmutzwasser der Toilettenanlagen Eschachtal-Parkplätze gebaut werden. Das Toilettenabwasser soll künftig mit Hilfe einer Doppelpumpstation nach Hausen gepumpt und dort in das Kanalnetz der Kläranlage Rottweil eingeleitet werden. Die bisherige Behandlung des Abwassers in einer Kleinkläranlage östlich der Autobahn entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und die dafür erteilte wasserrechtliche Erlaubnis wird vom Landratsamt nicht mehr verlängert. Parallel zur neu zu bauenden Abwasserdruckleitung soll auch die vorhandene Trinkwasserleitung bis Hausen erneuert werden.

     

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