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  • SGZE
    31.05.2017
    „Europa macht’s möglich“: Chemikerinnen und Chemiker erhalten interkulturelle Kompetenz an den Unis von Freiburg und Mulhouse für den internationalen Arbeitsmarkt
    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer spricht mit Studierenden des deutsch-französischen Studiengangs „Regio Chimica“ // Bachelorangebot wurde mit Mitteln aus dem INTERREG-IV-Programm möglich

    ​Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer besucht im Rahmen der Kampagne „Europa macht’s möglich“ im Mai und Juni interessante Projekte mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürgern die Vorteile der europäischen Integration anhand konkreter Beispiele zu verdeutlichen. Ein großer Erfolg ist der Bachelor-Studiengang „Regio Chimica“ an den Unis in Freiburg und Mulhouse, der Chemikerinnen und Chemiker mit interkultureller Kompetenz ausbildet – dank der Mittel aus der INTERREG-Förderung, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg.

    Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer: „Dank Europa und den Verantwortlichen an den Unis schaffen wir für die jungen Menschen erstklassige Zukunftsperspektiven, die unsere Region noch stärker und zukunftsorientierter aufstellen. Ohne Europa wäre das nicht möglich“. In ihrer Haltung bestärkt wurde die Vorsitzende des Begleitausschusses INTERREG bei der Begegnung mit Studierenden und Absolventinnen des deutsch-französischen Chemie-Bachelorstudiengangs in der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

    Nach einer Begrüßung durch den Studiengangleiter auf deutscher Seite, Professor Dr. Harald Hillebrecht stand eine Besichtigung der Praktikumsräume auf dem Programm. Ausgestattet mit Schutzbrille konnte sich die Regierungspräsidentin bei einigen Versuchen davon überzeugen, dass die Studierenden ihre erworbenen Chemie-Kenntnisse auch praktisch anzuwenden wissen. Anschließend setzten sich die zwölf Studierenden mit Bärbel Schäfer zu einem ausführlichen Gespräch zusammen. Ebenfalls dabei waren Schülerinnen des Deutsch-Französischen Gymnasiums in Freiburg.

    Warum wählen junge Menschen diesen Studiengang? Übereinstimmend erhält Schäfer die Antwort, dass die Studierenden sich besser vorbereitet fühlen auf eine spätere Arbeit im Dreiländereck. Gute Kenntnisse der Sprache des Nachbarlandes seien gerade im naturwissenschaftlichen Bereich eher selten und deshalb vom Arbeitgeber geschätzt, denn viele Firmen in der Region hätten mittlerweile Standorte in mehreren Ländern. Hier brauche es flexible Arbeitskräfte, die auch einmal im Nachbarland eingesetzt werden könnten.

    Gleichzeitig betonten die Studierenden, dass die Lerninhalte zu interkultureller Kompetenz, die immerhin rund ein Viertel des Studiums ausmachen, enorm wichtig seien: Oftmals seien kulturelle Unterschiede der Auslöser für Konflikte am Arbeitsplatz. Dies zu erkennen und damit umgehen zu können, müsse gelernt werden. Ob bei so viel Interkulturalität nicht das Fachliche zu kurz komme, wollte die Regierungspräsidentin wissen. „Nein“, sagten die Studierenden übereinstimmend. Schließlich seien sie mit „normalen“ Chemiestudenten in vielen Vorlesungen zusammen. Auch die anwesenden Schülerinnen des Deutsch-Französischen Gymnasiums suchen nach dem Abitur gezielt einen binationalen Studiengang.

    Möglich gemacht wurde der grenzüberschreitende Chemie-Bachelorstudiengang durch eine europäische Anschubfinanzierung im Rahmen des Förderprogramms Interreg IV. Die Europäische Union stellt speziell für Grenzregionen Gelder zur Verfügung, die in Projekte wie „Regio Chimica“ münden. Seit September 2010 absolvieren rund 30 Studierende jedes Jahr den deutsch-französischen Chemie-Bachelor. Das erste Studienjahr findet an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg statt, das zweite an der Université de Haute-Alsace in Mülhausen (F). Im dritten Jahr können die Studierenden wählen, ob sie ihr Studium in Freiburg oder Mulhouse abschließen möchten. Der grenzüberschreitende Studiengang bietet die einzigartige Möglichkeit, Naturwissenschaft und interkulturelles Lernen zu verbinden, mehrere Sprachen zu sprechen und abwechselnd in Deutschland und Frankreich zu leben.

     

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