Wutach aus der Luft fotografiert

Gewässerentwicklung an der Wutach auf den Gemarkungen Stühlingen und Weizen

An der Wutach sollen die Gewässermorphologie, die gewässerökologische Durchgängigkeit und die Hochwasserrückhaltung verbessert werden. Mit den Bauarbeiten wurde begonnen, sie dauern noch bis voraussichtlich Herbst 2021 an.

Kontakt

Christoph Dörflinger
Dienstsitz Bad Säckingen
07761 5506-6717
christoph.doerflinger@rpf.bwl.de

Zahlen und Fakten

Kosten: ca. 1,1 Mio. Euro
Baubeginn: September 2020
Geplante Fertigstellung: September 2021

Termine

Aktuell sind keine Termine geplant. Wir informieren Sie unter anderem an dieser Stelle über aktuelle Termine wie Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Das Projekt im Überblick

Ausgangssituation

Im Abschnitt von Flusskilometer 27+220 bis 28+380 ist die Wutach ein sogenanntes Grenzgewässer, das heißt die Gewässermitte bildet die Staatsgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland, bzw. die Landesgrenze zwischen dem Kanton Schaffhausen (Gemarkung Schleitheim CH) und Baden-Württemberg (Gemarkung Stühlingen-Weizen).

Das Umgestaltungsprojekt befindet sich auf Höhe von Stühlingen-Weizen (Bereich Ehrenbachmündung) bis stromabwärts, ca. einen Kilometer vor dem Hauptort der Stadt Stühlingen, von Flusskilometer 27+220 bis 28+380 und erstreckt sich somit auf eine Gesamtlänge von ca. 1,16 Kilometer.


Ziele der Maßnahme

Mit der Umgestaltung, gemeinsam mit dem benachbarten Kanton Schaffhausen, soll annäherungsweise eine Flusslandschaft mit eingeschränkter Eigenentwicklung erreicht werden. Insbesondere stehen hier die Verbesserung der Gewässermorphologie, die gewässerökologische Durchgängigkeit und die Hochwasserrückhaltung im Vordergrund.

Dasselbe Ziel hat der Kanton Schaffhausen auf der Schweizer Seite verfolgt, wo die Umgestaltungsmaßnahmen bereits erfolgreich abgeschlossen sind.


Geplante Maßnahmen

Teilabschnitt 1

Im Oberen Abschnitt, von Flusskilometer 28+140 bis 28+380, ist der Rückbau des Hochufers auf einer Länge von ca. 240 Metern, mit einer Aushubtiefe bis ca. 4,30 Meter und einer Breite bis maximal 20 Meter in die bestehende Ackerfläche, einschließlich des vorhandenen Wirtschaftsweges, geplant. Durch die Öffnung unmittelbar an der Ehrenbachmündung und der Wiedereinleitung im Unterstrom entsteht dort ein verzweigter Seitenarm.

Zur möglichst frühzeitigen Verbesserung der Sohlstruktur und kleinräumiger Strömungslenkung sind unterschiedliche Totholzeinbauten vorgesehen. Bis zur Hochwasserlinie soll sich an der landseitig neu geschaffenen Böschung ein auewaldtypischer Ufersaum entwickeln. Im besagten Abschnitt ist der vorhandene Wirtschaftsweg und die Abwasser-Sammelleitung auf eine Länge von je 230 Metern zu verlegen.

Teilabschnitt 2

Der Mittlere Abschnitt, von Flusskilometer 27+850 bis 28+030, erstreckt sich auf eine Länge von ca. 180 Metern. Dort ist wie in Teilabschnitt 1 ein landseitiger Geländerückbau bis zur Höhe von 3,50 Metern und Breite bis ca. 21 Meter geplant. Auf einer Länge von ca. 70 Metern ist dort eine Wegverlegung erforderlich. Ungefähr 600 Quadratmeter intensiv genützte Ackerfläche wird in diesem Abschnitt der Gewässerumgestaltung zugeführt.

Teilabschnitt 3

Dieser Umgestaltungsbereich wird als Unterer Abschnitt bezeichnet. Er erstreckt sich auf eine Länge von Flusskilometer 27+220 bis 27+700 und somit auf 480 Meter. Im Teilabschnitt von Flusskilometer 27+470 bis 27+700 ist auf einer Länge von ca. 230 Metern eine seitliche Abgrabung mit Rückbau des dort verlaufenden Wirtschaftsweges und der Waldfläche mit weitestgehend Fichtenbestandes geplant. Für diesen Bereich wird eine ca. 6.100 Quadratmeter große standortfremde Waldfläche zurückgebaut.

Auf der gesamten Länge des Abschnittes 3 ist eine Verlegung des Wirtschaftsweges und der Trinkwasserversorgungsleitung in die neue Wegtrasse, auf der künftigen Uferkrone verlaufend, erforderlich. D.h. der jetzt parallel nahe der Wutach verlaufende Wirtschaftsweg wird zurückgebaut und der Höhenrücken zwischen Wutach und Abgrabung bzw. ausgekieste Seitenentnahme auf den Wasserspiegel bei ca. HQ 5-10 der Wutach variabel abgesenkt.