Eine Stück der Dammhinterfüllung

Dammhinterfüllung an der Kinzig bei Willstätt / Neumühl

An der Kinzig bei Willstätt / Neumühl soll eine Dammhinterfüllung den Hochwasserschutz weiter vorantreiben.

Mit der flächenschonenden Hinterfüllung der Kinzighochwasserdämme und dem damit verbundenen Erhalt der landwirtschaftlichen Flächen an der Kinzig bei Willstätt ist bereits begonnen worden. Nächstes Jahr soll dann der letzte Abschnitt der Gesamtmaßnahme entlang des Gewerbeparks umgesetzt werden. Dabei handelt es sich lediglich um eine Ertüchtigung der Dammkrone nach den heutigen Regeln der Technik.

Kontakt

Christine Himmelsbach
0781 12471-1717
christine.himmelsbach@rpf.bwl.de

Wilhelmstraße 24
77654 Offenburg

Zahlen und Fakten

Baubeginn: August 2021

Kosten: 550.000 Euro

Geplante Fertigstellung: Mitte Dezember 2021

Termine

Aktuell sind keine Termine geplant. Wir informieren Sie unter anderem an dieser Stelle über aktuelle Termine wie Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Das Projekt

​Ausgangssituation

Die Kinzighochwasserdämme zwischen Willstätt und Neumühl entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und sind ertüchtigungsbedürftig. In vielen Teilabschnitten ist diese Ertüchtigung schon abgeschlossen. In den zwei letzten Bereichen wird anstelle einer herkömmlichen Bauweise mit landseitiger Dammverteidigungsberme eine flächenschonende Ertüchtigung mit flächiger Hinterfüllung gewählt. Die Hinterfüllung des Dammes erfolgt mit einer Neigung 1:10, so dass das Sickerwasser bei Hochwasser nicht mehr zu landseitigen Schäden führen kann. Vorteil dieser Lösung ist außerdem, dass die landwirtschaftliche Nutzung auf dem Anfüllkeil wie bisher möglich bleibt. Mit dieser Lösung wurde auch Einvernehmen mit den zahlreichen betroffenen Eigentümern hergestellt.


Ziele

Herstellung der Damm- bzw. Hochwassersicherheit bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser (HQ100). Fertigstellung aller noch nicht ertüchtigten Dammabschnitte westlich Willstätt durch landseitige Hinterfüllung des Dammes mit Neigung 1:10. Durch eine Bodenkundliche Baubegleitung der Hinterfüllung, wird ein bodenschonender Umgang bei den Erdarbeiten gewährleistet und damit die natürlichen Bodenfunktionen für die Landwirtschaft erhalten. Die Umweltbaubegleitung sichert den Schutz und den Ersatz von betroffenem Feldgehölz und wertvollen FFH-Mähwiesen.


Geplante Maßnahmen

Bei der Maßnahme handelt es sich um einen insgesamt ca. 1.450 Meter langen Abschnitt, auf der rechten Kinzigseite (Blick in Fließrichtung) der in zwei Bauabschnitten ertüchtigt wird.

Zur Umsetzung der Maßnahme wird die bestehende Dammkrone an die schon fertiggestellten Bereiche angepasst. Landseitig schließt daran die Hinterfüllung an. Hierfür sind umfangreiche Erdarbeiten auf Ackerflächen erforderlich. Unter anderem muss der vorhandene Oberboden abgeschoben, kulturfähiger Unterboden zur Auffüllung aufgebracht und wieder mit Oberboden angedeckt werden. Jede Bodencharge wird auf Belastung und geeignete Körnung vor dem Einbau geprüft. Im Schnitt wird für den Einbau ein dammparalleler Streifen von mindestens 24 Meter Breite in Anspruch genommen. Die Schütthöhe des Anfüllkeils beträgt ca. 0,5 Meter. Die bodenkundliche Baubegleitung stellt einen schonenden und erhaltenden Umgang mit dem Schutzgut Boden sicher.