Dammhinterfüllung links an der Kinzig zwischen Willstätt und Neumühl

Aktueller Stand

An der Kinzig bei Willstätt / Neumühl soll eine Dammhinterfüllung den Hochwasserschutz weiter vorantreiben.

Mit der flächenschonenden Hinterfüllung der Hochwasserdämme an der Kinzig bei Willstätt ist bereits im April 2020 begonnen worden, fertiggestellt ist die Maßnahme voraussichtlich im Jahr 2022.

Kontakt

Armin Kreyer
Dienstsitz Offenburg
0781 12471-1751
armin.kreyer@rpf.bwl.de

Zahlen und Fakten

Kosten: 50.000 Euro

Baubeginn: April 2020

Geplante Fertigstellung: in 2022

Termine

Aktuell sind keine Termine geplant. Wir informieren Sie unter anderem an dieser Stelle über aktuelle Termine wie Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Das Projekt

​Ausgangssituation

Die Kinzighochwasserdämme bei Willstätt entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und sind ertüchtigungsbedürftig. In vielen Teilabschnitten ist diese Ertüchtigung schon abgeschlossen.

In drei Bereichen wird anstelle einer herkömmlichen Dammertüchtigung eine flächenschonende Hinterfüllung gewählt. Ein großer Vorteil dieser Ausführung ist der Erhalt landwirtschaftlicher Flächen.

Bei einer herkömmlichen Ertüchtigung hätten die zahlreich betroffenen Flurstücksbesitzer dadurch hochwertige Ackerstandorte und damit bewirtschaftbare Fläche dauerhaft verloren. Als einzige Möglichkeit zur Herstellung der Damm- bzw. Hochwassersicherheit verblieb eine Hinterfüllung des Dammes (Neigung 1:10), so dass das Sickerwasser bei Hochwasser nicht mehr zu landseitigen Schäden führen kann. Vorteil dieser Lösung ist, dass die flächige Nutzung wie bisher auf dem Anfüllkeil möglich bleibt. Dieser Lösung haben die betroffenen Eigentümer zugestimmt.

Ziele der Maßnahme

Die Herstellung der Damm- bzw. Hochwassersicherheit bis zu einem 100-jährlichen Hochwasser (HQ100) und der damit verbundenen Fertigstellung aller noch nicht ertüchtigten Dammabschnitte westlich von Willstätt durch die landseitige Hinterfüllung des Dammes.

Geplante Maßnahmen

Zur Umsetzung der Hinterfüllung sind umfangreiche Erdarbeiten in Bereichen mit derzeit landwirtschaftlicher Nutzung erforderlich. Unter anderem muss der vorhandene Oberboden abgeschoben, ca. 45.000 m³ kulturfähiger Unterboden aufgebracht und wieder mit Oberboden angedeckt werden.

Jede Bodencharge wird auf Belastung und Körnung vor Einbau geprüft. Im Schnitt wird für den Einbau ein dammparalleler Streifen von mindestens 24 m Breite in Anspruch genommen. Die Schütthöhe des Anfüllkeils beträgt etwa 2,5 m. Durch die unterschiedlichen Geländehöhen im Maßnahmenbereich können die Breite des Streifens und die Höhe der Aufschüttung allerdings variieren. Das aufzubringende Erdmaterial wird durch eine bodenkundliche Baubegleitung beprobt und nur bei Eignung (insbesondere Schadstofffreiheit) für den Einbau freigegeben, um einen bodenschonenden Umgang bei den Erdarbeiten zu gewährleisten und damit die natürlichen Bodenfunktionen für die Landwirtschaft zu erhalten.