Pressemitteilung

Das elsässischen Kernkraftwerk Fessenheim ist in der Nacht auf Dienstag endgültig vom Netz gegangen

KKW Fessenheim wurde stillgelegt

Das Kernkraftwerks Fessenheim ist wie geplant in der Nacht auf den heutigen Dienstag endgültig vom Netz gegangen. Wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt, hat darüber der französische Energiekonzern EdF informiert, der das grenznahe Kernkraftwerk betreibt.  

„Wir sind erleichtert, dass auch die Abschaltung des zweiten Reaktors in Fessenheim planmäßig erfolgt ist. Das Ende des über 40 Jahre alten Kernkraftwerks bedeutet mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität für die Menschen in unserer Region“, sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Nun beginne ein neues Kapitel der deutsch-französischen Zusammenarbeit am Oberrhein, wo eine Modellregion für erneuerbare Energien mit neuen zukunftsfähigen Arbeitsplätzen entstehen soll. 

Die Regierungspräsidentin zeigte Verständnis für die Sorgen auf der französischen Seite, wo mit der Schließung des Kernkraftwerks Arbeitsplätze und Steuereinnahmen wegfallen werden. Sie sei aber zuversichtlich, dass der Planungsprozess für den deutsch-französischen Wirtschafts- und Innovationspark jetzt zügig vorangehe. Die Region Grand Est und der trinationale Universitätsverbund EUCOR-The European Campus sowie das Fraunhofer Institut ISE hätten bereits eine Reihe konkreter Projektideen entwickelt, vom Batterierecycling bis zur grünen Wasserstofftechnologie. Schäfer: „Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass diese Ideen nun konkretisiert werden.“ Dazu solle auch die Reaktivierung der Bahnstrecke Colmar-Freiburg beitragen, für die derzeit eine grenzüberschreitende Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht werde.  

Schäfer wies darauf hin, dass sich mit der Stilllegung des Kernkraftwerks das Risiko eines atomaren Unfalls deutlich minimiert habe. Vollständig gebannt sei die Gefahr allerdings nicht. Denn die radioaktiven Brennstäbe müssten noch ca. drei Jahre im Abklingbecken in Fessenheim abkühlen, bevor sie in die Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague transportiert werden können. Die deutsche Seite werde wachsam bleiben und bei der französischen Aufsichtsbehörde weiterhin darauf drängen, dass beim Rückbau der Anlage die internationalen Sicherheitsstandards eingehalten werden.

 

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