Pressemitteilung

Elzdämme in Emmendingen und Teningen werden auf neusten Stand gebracht

200 Jahre alte Dämme entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen - Sperrungen bis Oktober

 

Bereits seit Montag, 12. April, laufen die Sanierungsarbeiten der rechten (nördlichen) Hochwasserdämme der Elz in Teningen sowie zwischen der Newarkbrücke und Schützenbrücke in Emmendingen. Dieser 500 Meter lange Abschnitt ist der vierte von mehreren Bauabschnitten im Bereich Emmendingen. Der Teninger Dammabschnitt, erstreckt sich von der Otto-Rieth-Brücke bis zur Brücke der L 114 in Teningen. „Die Dämme sind zwar hoch genug um ein hundertjährliches Hochwasser abzuleiten, aber in ihrem Aufbau entsprechen die 200 Jahre alten Dämme nicht mehr heutigen technischen Anforderungen“ erklärt Referatsleiter Michael Ortlieb vom Regierungspräsidium Freiburg (RP).

Radfahrer und Fußgänger müssen die andere Dammseite benutzen

Das RP bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass wegen der Bauarbeiten zum Teil Umwege in Kauf genommen werden müssen. Während der gesamten Bauzeit bis voraussichtlich Ende Oktober müsse aus Verkehrssicherheitsgründen der Zugang zu den Vorländern und den Hochwasserdämmen für den Rad- und Fußverkehr gesperrt werden. Auch die begleitenden Radwege am jeweiligen der Elz abgewanden Dammfuss sind gesperrt. Auch auf den Zufahrtswegen sei durch den Baustellenverkehr zeitweise mit Behinderungen zu rechnen.

Fußgänger und Radfahrer zwischen Emmendingen und Teningen müssen auf den südlichen Damm ausweichen. Die Otto-Rieth-Brücke werde in der Bauphase nur temporär gesperrt. Ansonsten soll die Brücke die meiste Zeit benutzbar bleiben. Die Bevölkerung werde gebeten zwischen Schützenbrücke und der Brücke an der L 114 auf die linke (südliche) Gewässerseite zu wechseln.

Was wird gemacht?

Zur Sicherung des Hochwasserdamms Teningen wird eine Stahlspundwand eingebaut, bestehend aus zum Teil über vier Meter langen einzelnen Planken, die von einer Spezialmaschine eingerammt werden. Dazu wird zunächst die Dammkrone abgetragen, um der großen, 30 Tonnen schweren Baumaschine eine ausreichende Standfläche zu bieten. Der Damm wird anschließend wieder auf die alte Höhe gebracht und der Weg wieder angelegt. Von der Stahlspundwand ist anschließend nichts zu sehen, sie endet dann ca. 30 Zentimeter unterhalb des wiederhergestellten Weges. Der wird dann nicht nur breiter sein, sondern auch durch seine neue Oberfläche insbesondere für die Radfahrer spürbar komfortabler sein. Zwischen Newarkbrücke und Schützenbrücke erfolgt der Einbau einer speziellen Dichtungsbahn auf der Wasserseite. Diese Dichtungsbahn aus Tonmaterial verlängert die Sickerwege im Damm bei länger anhaltendem Hochwasser. Auch hier wird der Dammkronenweg mit Wegebaumaterial wiederhergestellt und zu einem späteren Zeitpunkt eventuell asphaltiert.

„Der ausführenden Firma steht nur ein sehr enges Zeitfenster zur Verfügung, da bis Ende August bereits wieder mit der Einsaat der wasserseitigen Grasvegetation begonnen werden muss. Noch vor der Zeit der Winterhochwässer soll sich eine stabile und erosionssichere Vegetation einstellen“, so Frank Bödeker, Projektleiter beim RP. Diese Einsaaten werden durch den Betriebshof Riegel im RP durchgeführt. Als Saatgut wird standortheimisches Material verwendet, so dass eine hochwertige und artenreiche Wiederbegrünung gewährleistet ist. Als Ersatz für die unumgänglichen Baumfällungen und Rückschnitt der Hecken werden Ersatzpflanzungen vorgenommen. Die Kosten der Dammsanierung liegen bei rund 1,9 Millionen Euro.

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Heike Spannagel
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